Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Donnerstag, 17.2.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Ehre, wem Ehre gebührt« – Vom Ehrenbürger zum Ehrenring
Kurzvortrag

Wenn eine Stadt oder Gemeinde verdiente Persönlichkeiten auf eine besondere Weise ehren möchte, sind ihrer Fantasie grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Die Skala möglicher Ehrenbezeigungen reicht von der öffentlichen Belobigung bis zur Bürgermedaille, vom Wappenteller bis zum Ehrenring. Die höchste Auszeichnung, die eine Stadt vornehmen kann, ist die Verleihung des Ehrenbürgerrechts. Von dieser Ehrung wird eher selten Gebrauch gemacht. 1964 erhielten erstmals Ingelheimer Stadträte einen Ehrenring. Entworfen wurde der Ring aus Gold mit dem Ingelheimer Stadtwappen von dem Ingelheimer Künstler Gustav Wermann. Einer der Geehrten war das SPD-Mitglied Willi Schuster, dessen Ring die Referentin im Original vorstellen wird.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 15.2.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Ehrenring der Stadt Ingelheim von 1964, Foto: Barbara Timm
Samstag, 5.3.2022, 14 Uhr
Öffentliche Führung
Die Regentschaft der Kaiserinnen

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März blickt die Führung im Museum bei der Kaiserpfalz auf ein lang übersehenes Phänomen weiblicher Geschichte: die Beteiligung von Herrschergattinnen an der Reichspolitik. Eine wesentliche Aufgabe hochmittelalterlicher Kaiserinnen im römisch-deutschen Reich war es, ihren Gatten beratend zur Seite zu stehen und im Falle seines frühen Todes die Regentschaft für unmündige Thronfolger zu übernehmen. Am Beispiel der Kaiserinnen Adelheid von Burgund, Theophanu und Agnes von Poitou beschreibt die Historikerin Miriam Maslowski Möglichkeiten, Aktionsräume, aber auch Herausforderungen weiblicher Herrschaft. Ein Rundgang zu den zentralen Orten der Ingelheimer Kaiserpfalz illustriert deren Bedeutung als Stützpunkt für die Herrscherinnen.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Gleichstellungsbeauftragten Regina Barroso da Silva und der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit der Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein.

Führung: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer der Führung: 2 Stunden
Telefonische Anmeldung bis 3.3.2022 im Museum/ begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4 € (inkl. Snack und Eintritt ins Museum)

Samstag, 12.3.2022, 14 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Kaltnadelradierung auf Verpackungsmaterial
Workshop

Die ersten Tiefdrucke sind auf die Zeit um 1430 datiert. Für solche Kupferstiche wurden die zu druckenden Linien aufwändig mit einem stählernen Grabstichel aus der Druckplatte herausgehoben. Die Entwicklung der Kaltnadelradierung ermöglichte es später, Linien mit einer spitzen Nadel in die Druckplatte einzuritzen.
Im Workshop wird die traditionelle Technik mit zeitgemäßem Upcycling kombiniert: Um den Tiefdruck unkompliziert und kostengünstig auszuprobieren, werden als Druckplatten alubeschichtete Kartons von Milchtüten und anderen Tetra Paks verwendet. Frühlingshafte Motive werden auf die Innenseite der Verpackungen eingeritzt und anschließend auf Büttenpapier gedruckt. So entstehen einfache Farbdrucke, die sich zu Grußkarten und Geschenkanhängern weiterverarbeiten lassen.

Workshop: Nadine Hanssen, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 3 Stunden
TeilnehmerInnen: Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung und Bezahlung bis 4.3.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: bis 17 Jahre 12,00 €, ab 18 Jahre 20,00 € pro Person zzgl. 8,00 € Materialkosten

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Samstag, 19.3.2022, 14 Uhr
Straße der Begegnungen
Zu Besuch in Ingelheim: Alexander von Humboldt – Weltreisender mit Weitblick
Interkulturelle Stadtführung

Als Student besuchte der 20-jährige Alexander von Humboldt (1769-1859) auf einer sechswöchigen Deutschland-Reise auch Nieder-Ingelheim. Zusammen mit einem Kommilitonen besichtigte er am 14. Oktober 1789 die Ruinen der Kaiserpfalz und kehrte anschließend im Gasthaus »Zur Alten Post« ein. Die Interkulturelle Stadtführung begibt sich auf die Spuren des Weltentdeckers Humboldt, der bereits vor 200 Jahren vor den Folgen des menschlich beeinflussten Klimawandels warnte. Vielleicht hätte er gar die heutige »Fridays for Future«-Bewegung unterstützt?
ZeitzeugInnen aus Mittel- und Südamerika berichten von klimatischen Veränderungen durch die Abholzung des Regenwaldes, aber auch von der gegenwärtigen Bedeutung Humboldts, nach dem Tiere und Pflanzen, Flüsse und Gebirge, Städte und Asteroiden benannt wurden. Auch musikalisch und kulinarisch lädt die Veranstaltung in die Zeit der Forscher und Entdecker ein.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim am Rhein.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 2 Stunden
Telefonische Anmeldung bis 17.3.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse
Donnerstag, 24.3.2022, 14.30 Uhr
Krimi am Mittag
»Sollten blos besonders eingeübte junge Leute singen«
Kurzvortrag

Im Jahr 1798 erfolgte im Kanton Oberingelheim die Einrichtung eines Friedensgerichts. Im Laufe der nächsten 80 Jahre rügten die Friedensrichter zum Beispiel die Gemeinde Ober-Ingelheim, weil der ins Friedensgerichtslokal gelieferte Ofen nicht bezahlt wurde. Sie erhoben Klage, weil Maurer Hoch den Wackernheimer Gottesdienst mit seinem Geschrei störte, obwohl nur des Singens mächtigen Mitbürgern das Singen erlaubt worden war und regelten sogar Vormundschaften bis ins ferne Amerika. Die interessantesten Fälle boten sie jedoch aus den eigenen Reihen: So ertrank beispielsweise der erste Friedensrichter 1813 nach einem Wirtshausbesuch im Rhein, nachdem die Verlegung des Kantonsgefängnisses in seinen Wohnort Gau-Algesheim für großen Unmut gesorgt hatte. Diese und viele andere spannende Fälle des Friedensgerichts schlummern in den Magazinen des Ingelheimer Stadtarchivs und werden von Stadtarchivarin Nadine Gerhard mit einer Prise Humor unter die Lupe genommen.

Vortrag: Nadine Gerhard, Stadtarchiv Ingelheim am Rhein
Telefonische Anmeldung bis 22.3.3022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3,00 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: © Stadtarchiv Ingelheim, Rep. II/13
Samstag, 2.4.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 31.3.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 3.4.2022, 11 Uhr
Öffentliche Führung
»Wie wol er den Juden auch feind ist, aber er nimbt sichs so hefftig nicht an als ich« (Luther über Münster)

Religiös motivierte antijüdische Denkmuster begleiteten das Christentum von Beginn an (Antijudaismus). Am Anfang der traditionellen Judenfeindschaft stand der konfliktbeladene Ablösungsprozess der frühen Christen vom Judentum. Seit dem 4. Jahrhundert wurden Juden sozial benachteiligt und ausgegrenzt. Ab etwa dem 13. Jahrhundert ist die Tiermetapher »Judensau« als häufiges Bildmotiv der antijüdischen christlichen Kunst belegt. Mitte des 14. Jahrhunderts wurden Menschen jüdischen Glaubens als Brunnenvergifter für die Pest verantwortlich gemacht. Im 15./16. Jahrhundert hatte der Antijudaismus einen Höhepunkt erreicht. Die Führung von Dr. Klaus-Peter Wörns, Ingelheimer Gästeführer, setzt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema »Antijudaismus in der frühen Neuzeit« auseinander und geht auf die Haltung Luthers und Münsters ein.

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Telefonische Anmeldung bis 1.4.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Abbildung aus: Hartmann Schedel, Weltchronik, Nürnberg 1493, Faksimile Lindau 1988,
© Museum bei der Kaiserpfalz, Ingelheim, Repro: Dr. Gabriele Mendelssohn

Samstag, 16.4.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 14.4.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Donnerstag, 21.4.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Willkommen zurück! – Originale Römische Grabfiguren im Museum bei der Kaiserpfalz
Kurzvortrag

Nach etwa 170 Jahren sind die »ältesten Ingelheimer« endlich wieder im Original zu bestaunen! Die lebensgroßen Figuren wurden nach ihrem Auffinden in Ingelheim im Jahr 1853 als Geschenk der Wiesbadener »Sammlung Nassauischer Altertümer« vermacht. Von dort konnten sie im Oktober 2021 als Dauerleihgabe für das Museum bei der Kaiserpfalz zurückgewonnen und so in Ingelheim für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.
Der Vortrag zeichnet die wechselvolle Geschichte der Grabfiguren bis in die Gegenwart nach. Dabei wird der Frage nach ihrer ursprünglichen Präsentation sowie ihrer Einbettung in das Siedlungsgefüge des römischen Ingelheims nachgespürt. Neben der Vergangenheit der Figuren erläutert die Archäologin Dr. Isabel Kappesser auch, welche Projekte zukünftig im Museum bei der Kaiserpfalz zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Objekte durchgeführt werden.

Vortrag: Dr. Isabel Kappesser, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 19.4.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3,00 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Samstag, 7.5.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 5.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 8.5.2022, 11 - 14 Uhr
XV. Römertag Rheinhessen
Originale statt Kopien – Die römischen Grabfiguren im Ingelheimer Museum

Beim XV. Römertag Rheinhessen dreht sich im Museum bei der Kaiserpfalz alles um die »ältesten Ingelheimer« in der römischen Abteilung des Museums. Diese sind nach etwa 170 Jahren endlich wieder nach Ingelheim zurückgekehrt und ersetzen nun die bislang gezeigten Kopien. Von der Farbigkeit bis hin zur Proportion der Figuren gibt es dabei eine Menge Unterschiede zu entdecken und bestaunen. Passend zu diesem Austausch von Kopien zu Originalen bietet das Ingelheimer Museum in diesem Jahr ein erweitertes Programm für die ganze Familie: Neben einer anschaulichen Führung für jüngere BesucherInnen und einem Kurzvortrag für die Großen findet ein buntes Rahmenprogramm mit Workshops und verschiedenen Möglichkeiten zum Ausprobieren statt. Ein kleiner Imbiss mit Speisen nach römischen Rezepten rundet das Programm ab.

Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Leitung: Dr. Isabel Kappesser, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 6.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl

Der Eintritt und alle Angebote zum Römertag Rheinhessen sind ganztägig kostenfrei.

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Sonntag, 15.5.2022, 15 Uhr
Internationaler Museumstag
Palast-Geschichte(n) und Picknick-Genuss
Familienführung

Warum wählte Karl der Große ausgerechnet Ingelheim als Standort für seine prachtvolle Pfalz? Welche Feste wurden hier gefeiert und welche Könige, Kaiser und Gesandte gingen in der reich ausgestatteten Anlage ein und aus? Die Familienführung gibt altersgerechte Antworten auf diese Fragen und spaziert mit den großen und kleinen BesucherInnen vom Museum bei der Kaiserpfalz zu den beeindruckenden Überresten des ehemaligen Palastes. Mit einem schmackhaften Picknick klingt die lebendige Führung in historischer Kulisse aus.

Führung: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
TeilnehmerInnen: Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 13.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 5,00 € (für Picknick inkl. Getränk)

Das Museum ist bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 19.5.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
In memoriam Sebastian Münster
Kurzvortrag

Am 26. Mai 2022 jährt sich der Todestag des Ingelheimer Sohns Sebastian Münster (1488-1552) zum 470. Mal. In Anerkennung seiner Leistungen wurde der bedeutende Hebraist, Kosmograf und Theologe im großen Kreuzgang des Baseler Münsters in der Grabkammer des Reformators Johannes Oekolampad, dem sogenannten Reformatorengrab, beigesetzt. Ein großer Zug von Gelehrten gab dem an der Pest Verstorbenen das Grabgeleit. Doch heute sucht man im Kreuzgang vergebens nach einem Hinweis auf Münsters letzte Ruhestätte. Anlässlich der Erneuerung der Bodenplatten im Jahr 1938 wurde das Reformatorengrab geöffnet und darin zahlreiche Schädel sowie Überreste von Skeletten gefunden. Reiner Letzner, Vorstandsmitglied des Historischen Vereins Ingelheim, spürt in seinem Kurzvortrag dem Gedenken an Sebastian Münster nach und nähert sich der Frage, ob einer dieser fünf entdeckten Schädel Münster zuzuordnen ist.

Vortrag: Reiner Letzner, Vorstandsmitglied Historischer Verein
Ingelheim e. V.
Telefonische Anmeldung bis 17.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3,00 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: © Historischer Verein Ingelheim e. V., Foto: Reiner Letzner
Samstag, 21.5.2022, 14 Uhr
Straße der Begegnungen
»Brot und Spiel braucht der Mensch.« - Ein Blick auf die Welt des Spielzeugs
Interkulturelle Stadtführung

Laut dem niederländischen Pionier der Sportmedizin, Frederik J. J. Buytendijk (1887-1974), braucht jeder Mensch »Brot, um zu wachsen und zu existieren, Spiel, um diese Existenz zu erleben«. Die Freude am Spiel verbindet Menschen über Generationen, über Kontinente und Epochen hinweg. Bereits in der Steinzeit wurden verstorbenen Kindern kleine, puppenähnliche Figuren, Pfeifen oder Rasseln mit ins Grab gelegt. Ob Brett- und Würfelspiele, ob bewegliche Tierfiguren oder wohlklingende Trommeln – je stärker ausgebildet die kunsthandwerklichen Fähigkeiten einer Gesellschaft waren, umso ausgefallener präsentierte sich auch das Spielzeug.
Interkulturelle ZeitzeugInnen zeigen anhand lebensnaher Beispiele, inwiefern Spielwaren auch immer ein Spiegel ihrer jeweiligen Kultur sind. Anhand des Spielzeugs lässt sich beispielsweise ablesen, welche pädagogischen Prinzipien vorherrschen oder wie getrennt Jungen- und Mädchenwelten voneinander sind. Während des kulinarisch-musikalischen Abschlusses der Interkulturellen Führung darf gemeinsam gespielt werden.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim am Rhein.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 2 Stunden
Telefonische Anmeldung bis 19.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse
Samstag, 21.5.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 19.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 22.5.2022, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Kirche und Palast – frühmittelalterliches Zentrum Ingelheims

Im Turm der St. Remigiuskirche erwartet die BesucherInnen ein archäologischer Sensationsfund: das Taufbecken, das die Ingelheimer Geschichtsschreibung verändert hat! Denn der Vorgängerbau der heutigen Barockkirche diente Kaiser Karl dem Großen und seinen Nachfolgern als Pfalzkirche. Im Anschluss an den Turmbesuch begibt sich die Führung der Ingelheimer GästeführerInnen in die Denkmalzone der Kaiserpfalz Ingelheim. Aufgrund räumlicher Bedingungen ist die Führung nicht barrierefrei und erst ab 12 Jahren geeignet. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: St. Remigiuskirche, Ecke Mainzer Straße / Belzerstraße
Anmeldung bis 20.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 9,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Donnerstag, 2.6.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Lieblich war diese Rose...« – Das Leben der Wibrandis Rosenblatt
Kurzvortrag

Als Wibrandis Rosenblatt am 1. November 1564 in Basel an der Pest starb, konnte sie auf ein bewegtes Leben zurückblicken: viermal war sie verheiratet gewesen und hatte alle Ehemänner, zu denen die berühmten Reformatoren Johannes Oekolampad, Wolfgang Capito und Martin Bucer gehörten, überlebt. Elf Kinder, von denen sie ebenfalls einige an die Pest verlor, hatte sie zur Welt gebracht und im protestantischen Glauben erzogen. Sie verkörperte das von Katharina Bora und anderen Ehefrauen früher Reformatoren vorgelebte Ideal der evangelischen Pfarrersfrau. Der Kurzvortrag stellt die Lebensgeschichte der starken Protestantin mit dem klangvollen Namen vor und ordnet sie in den Kontext der frühen Reformation ein.

Vortrag: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 31.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Samuel Gysin, Wibrandis Rosenblatt, des berühmten Baslerischen Reformators Joh. Oecolampadius ehliche Hausfrau, starb sel. 1564. Kupferstich nach einem alten Originalgemälde, [zwischen 1800 und 1844] © UB Basel, Portr BS Rosenblatt W 1504, 1
Samstag, 4.6.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 2.6.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 5.6.2022, 11 Uhr
Öffentliche Sonderführung
»Er, der eine Rose in der Blüte war (...), wurde uns entrissen.«*

Vor 470 Jahren, am 26. Mai 1552, starb der gebürtige Ingelheimer Sebastian Münster in Basel an den Folgen einer Pesterkrankung. Sein Lebensweg hatte Münster vom Winzersohn über die Zwischenstufen Mönch und Priester bis hin zum Professor für Hebräische Sprache und schließlich zum Rektor der Basler Universität geführt. Als Münsters Hauptwerk gilt die in mehreren Sprachen erschienene »Cosmographia«, eine Beschreibung der bekannten Welt in sechs Bänden. Darüber hinaus galt er als einer der angesehensten Hebraisten seiner Zeit. Oswaldus Schreckenfuchs, ein Schüler Münsters, beklagte dessen Tod mit ehrfürchtigen Worten: »Wem öffneten sich nicht alle Tränendrüsen, wenn er sich vorstellt, dass an diesem Tage die Krone unseres Hauptes in die Erde gesunken ist.«
Der Ingelheimer Gästeführer Dr. Klaus-Peter Wörns behandelt in seiner Führung schwerpunktmäßig die Todesthematik. Darüber hinaus geht er auf verschiedene Themen ein, die für Münsters Zeit prägend waren – u.a. Pestepidemie, Reformation –, und zeigt Sebastian Münsters Rolle darin auf.

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Telefonische Anmeldung bis 3.6.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4 € (inkl. Eintritt ins Museum)

* Zitat aus Münsters Totenrede von Oswald Schreckenfuchs, 1552

Abbildung: P. Gross, »Sebastian Münster«, Lithographie nach Christoph Amberger, 1820, Inv.-Nr. 4/1995, © Stadtverwaltung Ingelheim / Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim
Freitag, 10.6.2022, 20 Uhr + 21 Uhr + 22 Uhr
Nachts im Museum
Taschenlampenführungen zur »Nacht der Kunst«

Auf dem idyllischen François-Lachenal-Platz zwischen Museum bei der Kaiserpfalz und Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus findet nach zweijähriger Pause wieder die »Nacht der Kunst« statt. Das Museum beteiligt sich an dem Event mit seinen neu entwickelten »Taschenlampenführungen«, die zu einem atmosphärischen Blick auf ausgewählte Objekte einladen. Diese finden um 20 Uhr, 21 Uhr und 22 Uhr im Museum statt.

Die verlängerten Öffnungszeiten – von 18 bis 23 Uhr – ermöglichen zudem einem kostenfreien Museumsbesuch zu nächtlicher Stunde.

Foto: © Internationale Tage / Boehringer Ingelheim
Dienstag, 14.6.2022, 14 - 16.30 Uhr
38. Ingelheimer Seniorentage im Museum bei der Kaiserpfalz
»Liebevolle Grüße Dir in Gott«*– Kaiser Karl und die Frauen
Führung und Workshop

Karl war fünfmal verheiratet und hatte mindestens 18 Kinder. Bei einer Eheschließung stand das politische Kalkül durchaus im Vordergrund. Dennoch konnten sich tiefe Gefühle zwischen den Ehepartnern entwickeln, wie ein Brief des Herrschers an seine Frau Fastrada beweist.
Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen erwartet Sie ein praktischer Teil. Handarbeiten mit Nadeln und Wolle waren Frauensache. Mit der Technik des Fingerschlaufenflechtens, die ohne Hilfsmittel auskommt, stellen wir unterschiedlich breite, bunte Wollbänder her.

Führung und Workshop: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmer: SeniorInnen / begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung: ab 9.5.2022 bei Frau Jacobi-Becker, Seniorenbüro im Mehrgenerationenhaus, Matthias-Grünewald-Straße 15, 55218 Ingelheim am Rhein, Telefon 06132•8980419
Die Teilnahme an Führung und Workshop ist kostenfrei.

Abbildung: »Karls des Großen Geburt und Jugendjahre«, Kupferstich von A. W. Böhm und Fr. Geissler nach C. Heideloff, Illustration aus: »Friedrich de la Motte Fouqué: Karls des Großen Geburt und Jugendjahre, 1816(?)«, © Museum bei der Kaiserpfalz

* Quelle Zitat: Grußformel in einem Brief Karls des Großen an seine vierte Frau Fastrada, Sept. 791

Donnerstag, 23.6.2022, 14.30 Uhr
Kunst am Mittag
In Stein gemeißelt – Römischer Bauschmuck in der Kaiserpfalz Ingelheim
Kurzvortrag

Die Pfalz Ingelheim wurde im 8. Jahrhundert als hochrepräsentative Palastanlage für Karl den Großen erbaut. Sie war ein zentraler Ort seiner Herrschaft, an dem seine Macht und sein Reichtum sichtbar werden sollten. Hierfür wählten die Bauplaner nicht nur besondere Gebäudeformen, sondern auch eine aufwändige Ausstattung mit monumentalen Säulengängen und kostbaren Fußböden.
Das Material hierfür wurde teilweise im späten 8. Jahrhundert eigens für den Pfalzbau hergestellt. Teilweise verwendete man aber auch sehr viel älteres, nämlich römisches Baumaterial wieder, das vorher bereits andere Gebäude geschmückt hatte.
Der Kurzvortrag gibt einen Überblick über die heute bekannten Stücke der Bauausstattung der karolingischen Pfalz Ingelheim. Es wird erläutert, wie wir heute entscheiden, ob es sich um ein Objekt des 8. Jahrhundert oder ein römisches Stück handelt. Auch gehen wir der Frage nach, warum es eigentlich zur Wiederverwendung älterer Bauteile gekommen ist und welche Rolle die antiken Kaiser beim Bau der Ingelheimer Pfalz spielten.

Vortrag: Dr. Britta Schulze-Böhm, Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 21.6.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Kapitell aus dem 1. Jh. v. Chr., eines von vielen römischen Bauteilen, die die Pfalz Ingelheim um 800 schmückten, © Stadtverwaltung Ingelheim, Foto: Dieter Wolf
Samstag, 25.6.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 23.6.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 26.6.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Kaiserpfalz + Apéro

Eine Kombination aus geistigem und kulinarischem Genuss verspricht die Führung der Ingelheimer Gästeführerin Irene Ahl. Sie startet im Museum bei der Kaiserpfalz. Das Modell der beeindruckenden Pfalz aus dem frühen Mittelalter vor Augen, spaziert die Gruppe anschließend zu jenen Ingelheimer Schauplätzen, an denen Herzog Tassilo von Bayern (um 741 – um 796) zum Tode verurteilt, Dänenkönig Hariold (um 785 – um 846) empfangen und Kaiser Heinrich III. (um 1016–1056) verheiratet wurde. Die Führung endet mit einem gemütlichen Umtrunk und einem kleinen Imbiss in der außergewöhnlichen Atmosphäre des Kaiserpfalzdenkmals.

Führung: Irene Ahl, Gästeführerin, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 24.6.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 12,00 € (inkl. Snack, Getränk und Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Samstag, 2.7.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer GästeführerInnen startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, es wurden Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 30.6.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 3.7.2022, 11 Uhr
Öffentliche Führung
»Er, der eine Rose in der Blüte war (...), wurde uns entrissen.«*

Vor 470 Jahren, am 26. Mai 1552, starb der gebürtige Ingelheimer Sebastian Münster in Basel an den Folgen einer Pesterkrankung. Sein Lebensweg hatte Münster vom Winzersohn über die Zwischenstufen Mönch und Priester bis hin zum Professor für Hebräische Sprache und schließlich zum Rektor der Basler Universität geführt. Als Münsters Hauptwerk gilt die in mehreren Sprachen erschienene »Cosmographia«, eine Beschreibung der bekannten Welt in sechs Bänden. Darüber hinaus galt er als einer der angesehensten Hebraisten seiner Zeit. Oswaldus Schreckenfuchs, ein Schüler Münsters, beklagte dessen Tod mit ehrfürchtigen Worten: »Wem öffneten sich nicht alle Tränendrüsen, wenn er sich vorstellt, dass an diesem Tage die Krone unseres Hauptes in die Erde gesunken ist.« Die Führung greift verschiedene Themenschwerpunkte auf, die für Münsters Zeit prägend waren und zeigt Sebastian Münsters Rolle darin auf.

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Telefonische Anmeldung bis 1.7.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

* Zitat aus Münsters Totenrede von Oswald Schreckenfuchs, 1552

Abbildung: P. Gross, »Sebastian Münster«, Lithographie nach Christoph Amberger, 1820, Inv.-Nr. 4/1995, © Stadtverwaltung Ingelheim / Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim
Donnerstag, 7.7.2022, 14.30 Uhr
Kunst am Mittag
Ludwig Göbel in Frankfurt am Main – ein Blick auf frühe Werke
Kurzvortrag

Der junge Ingelheimer Maler und Grafiker Ludwig Göbel (1889-1964) hatte bereits ein bewegtes Leben hinter sich, als es ihn nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in die Mainmetropole zog. Im Jahr 1921 heiratete er Helene Raquet aus Höchst. Als freier Künstler gelang es ihm im Steinernen Haus, dem damaligen Sitz der Frankfurter Künstlergesellschaft, ein eigenes Atelier zu unterhalten.
Der Kurzvortrag stellt einige Bilder Ludwig Göbels aus dieser künstlerisch bedeutsamen Phase erstmals der Öffentlichkeit vor.

Vortrag: Hilke Portwich M.A., Kunsthistorikerin, Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 5.7.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3,00 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Ludwig Göbel »Frau mit goldenem Stirnband«, 1924, Öl auf Leinwand, Sammlung Museum bei der Kaiserpfalz, © Stadtverwaltung Ingelheim
Samstag, 16.7.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer GästeführerInnen startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, es wurden Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 14.7.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 24.7.2022, 15 Uhr
Öffentliche Führung
Kirche und Palast – frühmittelalterliches Zentrum Ingelheims

Im Turm der St. Remigiuskirche erwartet die BesucherInnen ein archäologischer Sensationsfund: das Taufbecken, das die Ingelheimer Geschichtsschreibung verändert hat! Denn der Vorgängerbau der heutigen Barockkirche diente Kaiser Karl dem Großen und seinen Nachfolgern als Pfalzkirche. Im Anschluss an den Turmbesuch begibt sich die Führung der Ingelheimer GästeführerInnen in die Denkmalzone der Kaiserpfalz Ingelheim. Aufgrund räumlicher Bedingungen ist die Führung nicht barrierefrei und erst ab 12 Jahren geeignet. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 2 Stunden
Treffpunkt: St. Remigiuskirche, Ecke Mainzer Straße / Belzerstraße
Anmeldung bis 22.7.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 9,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
26.7. bis 27.7.2022, 10 Uhr
Sommerferienspaß
Bunte Ferienpost – vom Kleisterpapier zu Karten und Kuverts
Workshop

Setzt eure Ferienpost dieses Jahr richtig in Szene! Im Museum bei der Kaiserpfalz dürft ihr hierfür mit Kleister, Farbe und Verzierung buntes Papier ganz nach eurem Geschmack gestalten. Je farbiger es dabei zugeht, desto besser. Aus dem Kleisterpapier entstehen am zweiten Tag einzigartige, kreative Briefkarten und natürlich, passend dazu, jeweils ein ganz buntes Briefkuvert. Mit so schönem Papierwerk macht das Schreiben eurer Ferienpost sicherlich doppelt so viel Spaß!
Bitte bringt wettertaugliche Kleidung, feste Schuhe sowie Essen und Trinken für die Pausen mit!

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Ingelheimer Jugend- und Kulturzentrums YELLOW mit dem Museum bei der Kaiserpfalz.

Workshop: Alba Kemmer Alonso, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 3 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz, François-Lachenal-Platz 5, 55218 Ingelheim
TeilnehmerInnen: max. 6 Personen / ab 10 Jahren
Anmeldung: ab 16.5. bis 29.6.2022 im YELLOW, Telefon 06132•782401, Ludwig-Langstädter-Straße 4, 55218 Ingelheim, www.ingelheim-kijupro.de
Kosten: 8 € für zwei Tage


Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

1.8. bis 2.8.2022, 10 Uhr
Sommerferienspaß
Bunte Ferienpost – vom Kleisterpapier zu Karten und Kuverts
Workshop

Setzt eure Ferienpost dieses Jahr richtig in Szene! Im Museum bei der Kaiserpfalz dürft ihr hierfür mit Kleister, Farbe und Verzierung buntes Papier ganz nach eurem Geschmack gestalten. Je farbiger es dabei zugeht, desto besser. Aus dem Kleisterpapier entstehen am zweiten Tag einzigartige, kreative Briefkarten und natürlich, passend dazu, jeweils ein ganz buntes Briefkuvert. Mit so schönem Papierwerk macht das Schreiben eurer Ferienpost sicherlich doppelt so viel Spaß!
Bitte bringt wettertaugliche Kleidung, feste Schuhe sowie Essen und Trinken für die Pausen mit!

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Ingelheimer Jugend- und Kulturzentrums YELLOW mit dem Museum bei der Kaiserpfalz.

Workshop: Jessica Lind / Noah Reichert, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 3 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz, François-Lachenal-Platz 5, 55218 Ingelheim
TeilnehmerInnen: max. 6 Personen / ab 10 Jahren
Anmeldung: ab 16.5. bis 29.6.2022 im YELLOW, Telefon 06132•782401, Ludwig-Langstädter-Straße 4, 55218 Ingelheim, www.ingelheim-kijupro.de
Kosten: 8 € für zwei Tage


Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Samstag, 6.8.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer GästeführerInnen startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, es wurden Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 4.8.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 7.8.2022, 11 Uhr
Öffentliche Führung
»Er, der eine Rose in der Blüte war (...), wurde uns entrissen.«*

Vor 470 Jahren, am 26. Mai 1552, starb der gebürtige Ingelheimer Sebastian Münster in Basel an den Folgen einer Pesterkrankung. Sein Lebensweg hatte Münster vom Winzersohn über die Zwischenstufen Mönch und Priester bis hin zum Professor für Hebräische Sprache und schließlich zum Rektor der Basler Universität geführt. Als Münsters Hauptwerk gilt die in mehreren Sprachen erschienene »Cosmographia«, eine Beschreibung der bekannten Welt in sechs Bänden. Darüber hinaus galt er als einer der angesehensten Hebraisten seiner Zeit. Oswaldus Schreckenfuchs, ein Schüler Münsters, beklagte dessen Tod mit ehrfürchtigen Worten: »Wem öffneten sich nicht alle Tränendrüsen, wenn er sich vorstellt, dass an diesem Tage die Krone unseres Hauptes in die Erde gesunken ist.« Die Führung greift verschiedene Themenschwerpunkte auf, die für Münsters Zeit prägend waren und zeigt Sebastian Münsters Rolle darin auf.

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Telefonische Anmeldung bis 5.8.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

* Zitat aus Münsters Totenrede von Oswald Schreckenfuchs, 1552

Abbildung: P. Gross, »Sebastian Münster«, Lithographie nach Christoph Amberger, 1820, Inv.-Nr. 4/1995, © Stadtverwaltung Ingelheim / Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim
Samstag, 13.8.2022, 11 Uhr
Öffentliche Führung
»You've got the power« – Starke Ober-Ingelheimerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts

Schon immer beeinflussten Frauen das politische Geschehen. Bis auf wenige Ausnahmen agierten sie dabei jedoch meist im Hintergrund und unterstützten ihre Ehemänner, Väter, Brüder oder Söhne. Dies änderte sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts: In dieser stürmischen Umbruchszeit kämpfte die deutsche Frauenbewegung für weibliche Mündigkeit, das Frauenwahlrecht und eine bessere Bildung für Mädchen. Gleichzeitig bildete sich Ober-Ingelheim als rheinhessisches Zentrum für politisch-revolutionäre Ideen und republikanisches Engagement heraus. Der leidenschaftlichen Initiative deutscher Frauenvereine – darunter auch dem Ober-Ingelheimer Verein – ist es zu verdanken, dass die Ingelheimerinnen 1919 erstmals zum Wahlzettel greifen durften.
Die Führung wandelt auf den Spuren Ingelheimer Demokratiegeschichte und Frauenbewegung. Zudem wirft sie einen tieferen Blick auf die ungewöhnlichen Biografien der hiesigen »Powerfrauen« Selma Frank-Stumpf (1842-1928) und Irmgard von Opel (1907-1986).

Führung: Susanne Krenzer-Mattes, M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Rosengärtchen an der Burgkirche, Ober-Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 11.8.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4,00 €

Abbildung: Irmgard von Opel in einem Bugatti, Barcelona, anlässlich der Weltausstellung 1929, © Archiv Peter Weiland, Ingelheim, Fotograf: unbekannt