Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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23.3. bis 31.5.2021
Museum für Zuhause
Online-Workshop mit Schaufenster-Ausstellung und Preisverleihung

»Museum für Zuhause« ist ein neues Angebot für die ganze Familie: Nicht im Museum, sondern zu Hause gehen Kinder und ihre Eltern mit dem cleveren Museumsmaskottchen Ingo Merkurius auf Zeitreise. Dabei erleben sie mit dem römischen Götterboten verrückte Abenteuer. Das freche Maskottchen hüpft auf Pop-up-Karten durch die Geschichte Ingelheims: Es reitet auf zotteligen Mammuts, zieht Karl dem Großen an seinem Bart oder klettert auf die Burgkirche – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Unter »ausführliche Informationen« finden sich Details und eine Video-Anleitung zur aktuellen Mitmachaktion.

Online-Workshop mit Schaufenster-Ausstellung: 23.3. bis 31.5.2021
TeilnehmerInnen: Kinder ab 5 bis 12 Jahre
Abgabe der Originale im Museum: 23.3. bis 25.5. / Rückgabe: ab 1.6., während der Öffnungszeiten
Preisverleihung: beim nächsten Museumsfest
Kosten: 2 € pro Materialtüte / abzuholen im Museum, dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr

Foto: Dr. Nicole Nieraad-Schalke
Sonntag, 16.5.2021, 15 Uhr
Internationaler Museumstag
»Wie wol er den Juden auch feind ist, aber
er nimbt sichs so hefftig nicht an als ich«
(Luther über Münster)

Öffentliche Führung
Abgesagt!

Religiös motivierte antijüdische Denkmuster begleiteten das Christentum von Beginn an (Antijudaismus). Am Anfang der traditionellen Judenfeindschaft stand der konfliktbeladene Ablösungsprozess der frühen Christen vom Judentum. Seit dem 4. Jahrhundert wurden Juden sozial benachteiligt und ausgegrenzt. Ab etwa dem 13. Jahrhundert ist die Tiermetapher »Judensau« als häufiges Bildmotiv der antijüdischen christlichen Kunst belegt. Mitte des 14. Jahrhunderts wurden Menschen jüdischen Glaubens als Brunnenvergifter für die Pest verantwortlich gemacht. Im 15./16. Jahrhundert hatte der Antijudaismus einen Höhepunkt erreicht. Anlässlich des Festjahres »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« setzt sich die Führung schwerpunktmäßig mit dem Thema »Antijudaismus in der frühen Neuzeit« auseinander und geht auf die Haltung Luthers und Münsters ein.

Führung: Dr. Klaus Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 14.5.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Das Museum ist bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Führung ist kostenfrei.

Abbildung aus: Hartmann Schedel, Weltchronik, Nürnberg 1493, Faksimile Lindau 1988,
© Museum bei der Kaiserpfalz, Ingelheim, Repro: Dr. Gabriele Mendelssohn




Donnerstag, 20.5.2021, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Ehre, wem Ehre gebührt« – Vom Ehrenbürger zum Ehrenring
Kurzvortrag
Abgesagt!

Wenn eine Stadt oder Gemeinde verdiente Persönlichkeiten auf eine besondere Weise ehren möchte, sind ihrer Phantasie grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Die Skala möglicher Ehrenbezeigungen reicht von der öffentlichen Belobigung bis zur Bürgermedaille, vom Wappenteller bis zum Ehrenring. Die höchste Auszeichnung, die eine Stadt vornehmen kann, ist die Verleihung des Ehrenbürgerrechts. Von dieser Ehrung wird eher selten Gebrauch gemacht. 1964 erhielten erstmals Ingelheimer Stadträte einen Ehrenring. Entworfen wurde der Ring aus Gold mit dem Ingelheimer Stadtwappen von dem Ingelheimer Künstler Gustav Wermann. Einer der Geehrten war das SPD-Mitglied Willi Schuster, dessen Ring die Referentin im Original vorstellen wird.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 18.5.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Ehrenring der Stadt Ingelheim von 1964, Foto: Barbara Timm
Dienstag, 15.6.2021, 14 - 16.30 Uhr
38. Ingelheimer Seniorentage im Museum bei der Kaiserpfalz
»Liebevolle Grüße Dir in Gott«*– Kaiser Karl und die Frauen
Führung und Workshop
Verschoben – Ersatztermin folgt!

Karl war fünfmal verheiratet und hatte mindestens 18 Kinder. Bei einer Eheschließung stand das politische Kalkül durchaus im Vordergrund. Dennoch konnten sich tiefe Gefühle zwischen den Ehepartnern entwickeln, wie ein Brief des Herrschers an seine Frau Fastrada beweist.
Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen erwartet Sie ein praktischer Teil. Handarbeiten mit Nadeln und Wolle waren Frauensache. Mit der Technik des Fingerschlaufenflechtens, die ohne Hilfsmittel auskommt, stellen wir unterschiedlich breite, bunte Wollbänder her.

Führung und Workshop: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmer: SeniorInnen / begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung: ab 10.5.2021 bei Frau Jacobi-Becker, Seniorenbüro im Mehrgenerationenhaus, Matthias-Grünewald-Straße 15, 55218 Ingelheim am Rhein, Telefon 06132•8980419.
Die Teilnahme an Führung und Workshop ist kostenfrei.

Abbildung: »Karls des Großen Geburt und Jugendjahre«, Kupferstich von A. W. Böhm und Fr. Geissler nach C. Heideloff, Illustration aus: »Friedrich de la Motte Fouqué: Karls des Großen Geburt und Jugendjahre, 1816(?)«, © Museum bei der Kaiserpfalz

* Quelle Zitat: Grußformel in einem Brief Karls des Großen an seine vierte Frau Fastrada, Sept. 791

Donnerstag, 24.6.2021, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Von »Völkerschauen«, »Black facing« und »Black lives matter«
Kurzvortrag
Verschoben auf 10.11.2022, 14.30 Uhr

Als der Ingelheimer Forschungsreisende Carlo von Erlanger 1901 von seiner letzten Ostafrika-Expedition zurückkehrte, begleitete ihn ein abessinischer Diener, dessen »intensiv glänzend schwarze Hautfarbe allgemein auffiel« (Ingelheimer Anzeiger, 27.8.1901). Zu diesem Zeitpunkt waren viele Deutsche fasziniert vom kolonialen »Abenteuer« in Afrika. Sie besuchten Kolonialausstellungen oder so genannte Völkerschauen, in denen rassistische Stereotype inszeniert wurden. Ein Beispiel dafür war auch die »koloniale Fastnacht«, die die Ober-Ingelheimer 1937 rund um einen geschminkten »Negerhäuptling mit Gefolge« (Ingelheimer Anzeiger, 8.1.1937) feierten. Der Kurzvortrag wirft einen Blick auf die Ingelheimer Kolonialgeschichte und verknüpft ihn mit dem wachsenden Bewusstsein für ethnische Diversität.

Vortrag: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 22.6.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Samstag, 26.6.2021, 14 - 17 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Herstellen eines Beutelbuchs
Workshop
Abgesagt!

Als Beutelbuch (lat. »liber caudatus«) wird ab dem 14. Jahrhundert eine besondere Art von »Taschenbuch« bezeichnet. Es war in einen beutelartigen Lederbezug eingearbeitet und konnte mittels einer Öse am Gürtel befestigt werden. Oft diente es als Lieder- oder Gebetsbuch. Im Workshop stellen wir ein modernes Beutelbuch (15 x 10 cm) mit einem hochwertigen textilen Überzug und 72 Leerseiten für Notizen oder Skizzen her.

Workshop: Ellen Gold, Restauratorin, Ingelheim
Teilnehmer: Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung und Bezahlung erforderlich bis 18.6.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: bis 17 Jahre 12 €, ab 18 Jahre 20 € pro Person zzgl.
8 € Materialkosten

Foto: Ellen Gold
Donnerstag, 8.7.2021, 14.30 Uhr
Kunst am Mittag
Rekonstruktionen von Bauausstattung im Saalgebiet? – (Un)möglich!
Kurzvortrag

2018 bewarb sich die Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim um die Teilnahme am Europäischen Kulturerbejahr »Sharing Heritage«, mit Konzepten, wie man das kulturelle Erbe teilen könnte. Dabei sollten vor allem junge Menschen für ihre Geschichte begeistert werden. Im Zeitalter von »Game of Thrones« hatte sich gerade ein Tor für das Interesse am Mittelalter mit seinen Machtstrukturen geöffnet. Säulen, Marmorböden, Wandmalerei: Drei 1:1-Rekonstruktionen von Ausstattungen um 800 sollten den Ingelheimer Ruinen ein Gesicht geben, ausschnitthaft, aber monumental. Das Vorhaben warf viele Fragen auf: Wie stand es einst um die Proportionen der Säulen und Kapitelle? Was stellte die Wandmalerei in der Aula regia dar? Welche Muster ergaben die Steinfunde im Eingang? – Wie sich der wissenschaftliche Prozess vollzog und wo zukünftige Forschung nachhaken muss, soll in diesem Kurzvortrag zur Sprache kommen.

Vortrag: Dr. Barbara Gaertner, Kunsthistorikerin, Forschungsstelle Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 6.7.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: »Aufbau der 1:1-Rekonstruktion von Wandmalerei, Aula regia« © Stadt Ingelheim, Foto: Dr. Barbara Gaertner
Sonntag, 11.7.2021, 11 Uhr
Öffentliche Führung
Gefährtin im Reich wie im Ehebett – Fünf Kaiserinnen in Ingelheim

Eine wesentliche Säule kaiserlicher Macht waren geschickt geschlossene Eheverbindungen. Die richtige Ehefrau konnte der Dynastie die Krone sichern, das Reichsterritorium erweitern und wichtige Netzwerke unterhalten. Die Aufgaben hochmittelalterlicher Kaiserinnen gingen weit über die Geburt eines Stammhalters hinaus, aber nicht immer wurde ihr Einsatz gewürdigt. In der Führung werden fünf bedeutende Kaiserinnen vorgestellt, die aktiv an der Herrschaft ihrer Ehemänner beteiligt waren, oder diese stellvertretend für ihre unmündigen Söhne übernommen haben. Die Ingelheimer Kaiserpfalz war ihnen dabei ein wichtiger Stützpunkt.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Forschungsstelle Kaiserpfalz anlässlich der Präsentation »Säulen der Macht - Mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Kaiser«.

Führung: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 1,5 Stunden
Telefonische Anmeldung bis 9.7.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Abbildung: »Adelheid mit Krone«, Umzeichnung: Nadine Hanssen, 2020 © Museum bei der Kaiserpfalz
Sonntag, 18.7.2021, 14 Uhr
Öffentliche Führung
»Wie wol er den Juden auch feind ist, aber
er nimbt sichs so hefftig nicht an als ich«
(Luther über Münster)


Religiös motivierte antijüdische Denkmuster begleiteten das Christentum von Beginn an (Antijudaismus). Am Anfang der traditionellen Judenfeindschaft stand der konfliktbeladene Ablösungsprozess der frühen Christen vom Judentum. Seit dem 4. Jahrhundert wurden Juden sozial benachteiligt und ausgegrenzt. Ab etwa dem 13. Jahrhundert ist die Tiermetapher »Judensau« als häufiges Bildmotiv der antijüdischen christlichen Kunst belegt. Mitte des 14. Jahrhunderts wurden Menschen jüdischen Glaubens als Brunnenvergifter für die Pest verantwortlich gemacht. Im 15./16. Jahrhundert hatte der Antijudaismus einen Höhepunkt erreicht. Anlässlich des Festjahres »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« setzt sich die Führung schwerpunktmäßig mit dem Thema »Antijudaismus in der frühen Neuzeit« auseinander und geht auf die Haltung Luthers und Münsters ein.

Führung: Dr. Klaus Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 14.5.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Das Museum ist bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Führung ist kostenfrei.

Abbildung aus: Hartmann Schedel, Weltchronik, Nürnberg 1493, Faksimile Lindau 1988,
© Museum bei der Kaiserpfalz, Ingelheim, Repro: Dr. Gabriele Mendelssohn





Dienstag, 20.7.2021, 19 Uhr
Lesung
»Agitator mit der Feder«

Am 19. Februar 1887 starb Multatuli in Nieder-Ingelheim, kurz vor seinem 67. Geburtstag. Hier hatte er seit 1881 zurückgezogen mit seiner Frau Mimi und dem Adoptivsohn Walter gelebt. Sein Buch »Max Havelaar« (1860), in dem der ehemalige Kolonialbeamte die Arbeitsbedingungen der Kaffeepflanzer auf Java anprangerte, gehört heute zu den wichtigsten literarischen Werken der Niederlande. Der Schauspieler Christian Klischat liest Auszüge aus diesem Werk, das auch heute noch Aktualität besitzt, sowie aus den Ingelheimer Briefen Multatulis.

Lesung: Christian Klischat, Schauspieler, Darmstadt
Moderation: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Aula Regia
Telefonische Anmeldung bis 13.7.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Einlass: ab 18.30 Uhr / freie Platzwahl
Kosten: 8 €

Foto: Martin Kaufhold
Donnerstag, 19.8.2021, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Sebastian Münster und der gehörnte Moses
Kurzvortrag
Verschoben auf 2.12.2021, 14.30 Uhr

In der christlichen Welt wurde in der bildenden Kunst Moses lange Zeit mit Hörnern dargestellt. Das ging auf die lateinische Übersetzung einer Bibelstelle im 2. Buch Mose zurück. In der Sebastian Münster Abteilung des Museums finden sich drei Darstellungen eines gehörnten Moses. Ferner sind dort die Bibelübersetzungen von Martin Luther und Sebastian Münster zu sehen. Der Vortrag beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Überlieferungen des Alten Testaments und geht der Frage nach, wie die beiden Bibelübersetzer mit dieser Textstelle umgehen. Es wird sich zeigen, daß sich gerade Münster mit diesem Thema näher auseinandergesetzt hat.

Vortrag: Renate Fath M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 23.2.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Ausschnitt aus dem Titelbild von Martin Luther/Sebastian Münster »Der x. gebot ein nutzliche erklerung...«, 1520, © Lutherbibliothek Worms, Foto: Busso Diekamp
Donnerstag, 19.8.2021, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Jüdisches Leben in Ingelheim – Vom Mittelalter bis zur Shoah
Kurzvortrag

Im Jahr 2021 wird bundesweit das Jubiläum der 1700-jährigen deutsch-jüdischen Geschichte gefeiert. Als frühester schriftlicher Beleg gilt das kaiserliche Edikt von 321, in dem Konstantin der Große dem Kölnischen Rat genehmigte, Juden in seine Reihen aufzunehmen und mit politischen Ämtern auszustatten. Das Museum nimmt dies zum Anlass, nach der Ausstellung von 2008/2009 »Ihr Heimesgässler, wir sehen uns wieder!« erneut mit einem Kurzvortrag an die Geschichte der Ingelheimer Juden zu erinnern. Der Referent Klaus Dürsch gibt einen geschichtlichen Abriss über das jüdische Leben in Ingelheim seit dem Mittelalter. Anhand einiger Beispiele wird er der Frage nachgehen, wie Juden mit ihrer nichtjüdischen Nachbarschaft lebten. Der Schwerpunkt wird auf der Zeit zwischen 1700 und 1942 liegen. Für diesen Zeitraum ist nachweisbar, dass Juden viele Generationen lang in Ingelheim lebten, bis zu ihrer erzwungenen Vertreibung.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V.

Vortrag: Klaus Dürsch M. A., Vorstandsvorsitzender Deutsch-Israelischer Freundeskreis Ingelheim e. V.
Telefonische Anmeldung bis 17.8.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: »Die erhaltenden jüdischen Friedhöfe gehören zu den wenigen Spuren jüdischen Lebens«,
© Deutsch-Israelischer Freundeskreis Ingelheim e. V., Foto: Micheal Schlotterbeck

11.9. bis 28.11.2021
Material im Fokus – Glas in der zeitgenössischen Kunst
Kunstausstellung

Die Ingelheimer Glaskünstlerin Professorin Ingrid Conrad-Lindig hat viele Jahre das Institut für künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen geleitet sowie den Lehrstuhl »Glas« innegehabt. Außergewöhnliche Glasobjekte von ihr und von sechs ihrer sehr erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen laden in der Ausstellung dazu ein, in die faszinierende Welt der modernen Glaskunst einzutauchen und die erstaunliche Vielseitigkeit des Materials Glas zu bewundern. Zur Ausstellung bieten wir ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Kurator: Ludwig Rinn, Kunsthistoriker und Sammler, Heuchelheim
Gesamtleitung: Dr. Ingeborg Domes, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstalter: Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus, François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim am Rhein
Öffnungszeiten: September und Oktober: Dienstag bis Donnerstag, 10 – 17 Uhr sowie Freitag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr / November: Dienstag bis Sonntag, 10 – 16 Uhr
Eintritt: 7 € / 5 €*, Kombikarte mit Museum: 8 € / 6 €* (*ermäßigt in geführten Gruppen)

Ingrid Conrad-Lindig »Rheingold«, Glasobjekt, © Ingrid Conrad-Lindig, Foto: Dr. Thomas Pfeiffer



Donnerstag, 2.12.2021, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Sebastian Münster und der gehörnte Moses
Kurzvortrag

In der christlichen Welt wurde in der bildenden Kunst Moses lange Zeit mit Hörnern dargestellt. Das ging auf die lateinische Übersetzung einer Bibelstelle im 2. Buch Mose zurück. In der Sebastian Münster Abteilung des Museums finden sich drei Darstellungen eines gehörnten Moses. Ferner sind dort die Bibelübersetzungen von Martin Luther und Sebastian Münster zu sehen. Der Vortrag beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Überlieferungen des Alten Testaments und geht der Frage nach, wie die beiden Bibelübersetzer mit dieser Textstelle umgehen. Es wird sich zeigen, daß sich gerade Münster mit diesem Thema näher auseinandergesetzt hat.

Vortrag: Renate Fath M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 30.11.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Ausschnitt aus dem Titelbild von Martin Luther/Sebastian Münster »Der x. gebot ein nutzliche erklerung...«, 1520, © Lutherbibliothek Worms, Foto: Busso Diekamp
Donnerstag, 10.11.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Von »Völkerschauen«, »Black facing« und »Black lives matter«
Kurzvortrag

Als der Ingelheimer Forschungsreisende Carlo von Erlanger 1901 von seiner letzten Ostafrika-Expedition zurückkehrte, begleitete ihn ein abessinischer Diener, dessen »intensiv glänzend schwarze Hautfarbe allgemein auffiel« (Ingelheimer Anzeiger, 27.8.1901). Zu diesem Zeitpunkt waren viele Deutsche fasziniert vom kolonialen »Abenteuer« in Afrika. Sie besuchten Kolonialausstellungen oder so genannte Völkerschauen, in denen rassistische Stereotype inszeniert wurden. Ein Beispiel dafür war auch die »koloniale Fastnacht«, die die Ober-Ingelheimer 1937 rund um einen geschminkten »Negerhäuptling mit Gefolge« (Ingelheimer Anzeiger, 8.1.1937) feierten. Der Kurzvortrag wirft einen Blick auf die Ingelheimer Kolonialgeschichte und verknüpft ihn mit dem wachsenden Bewusstsein für ethnische Diversität.

Vortrag: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 8.11.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)