Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
Aktuell   Museum   Sonderausstellungen   Digital   Programme  
Kooperationen   Bibliothek   Publikationen   Kontakt   Informationen  
Donnerstag, 17.2.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Ehre, wem Ehre gebührt« – Vom Ehrenbürger zum Ehrenring
Kurzvortrag

Wenn eine Stadt oder Gemeinde verdiente Persönlichkeiten auf eine besondere Weise ehren möchte, sind ihrer Fantasie grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Die Skala möglicher Ehrenbezeigungen reicht von der öffentlichen Belobigung bis zur Bürgermedaille, vom Wappenteller bis zum Ehrenring. Die höchste Auszeichnung, die eine Stadt vornehmen kann, ist die Verleihung des Ehrenbürgerrechts. Von dieser Ehrung wird eher selten Gebrauch gemacht. 1964 erhielten erstmals Ingelheimer Stadträte einen Ehrenring. Entworfen wurde der Ring aus Gold mit dem Ingelheimer Stadtwappen von dem Ingelheimer Künstler Gustav Wermann. Einer der Geehrten war das SPD-Mitglied Willi Schuster, dessen Ring die Referentin im Original vorstellen wird.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 15.2.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Ehrenring der Stadt Ingelheim von 1964, Foto: Barbara Timm
Samstag, 5.3.2022, 14 Uhr
Öffentliche Führung
Die Regentschaft der Kaiserinnen

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März blickt die Führung im Museum bei der Kaiserpfalz auf ein lang übersehenes Phänomen weiblicher Geschichte: die Beteiligung von Herrschergattinnen an der Reichspolitik. Eine wesentliche Aufgabe hochmittelalterlicher Kaiserinnen im römisch-deutschen Reich war es, ihren Gatten beratend zur Seite zu stehen und im Falle seines frühen Todes die Regentschaft für unmündige Thronfolger zu übernehmen. Am Beispiel der Kaiserinnen Adelheid von Burgund, Theophanu und Agnes von Poitou beschreibt die Historikerin Miriam Maslowski Möglichkeiten, Aktionsräume, aber auch Herausforderungen weiblicher Herrschaft. Ein Rundgang zu den zentralen Orten der Ingelheimer Kaiserpfalz illustriert deren Bedeutung als Stützpunkt für die Herrscherinnen.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Gleichstellungsbeauftragten Regina Barroso da Silva und der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit der Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein.

Führung: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer der Führung: 2 Stunden
Telefonische Anmeldung bis 3.3.2022 im Museum/ begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4 € (inkl. Snack und Eintritt ins Museum)

Samstag, 12.3.2022, 14 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Kaltnadelradierung auf Verpackungsmaterial
Workshop

Die ersten Tiefdrucke sind auf die Zeit um 1430 datiert. Für solche Kupferstiche wurden die zu druckenden Linien aufwändig mit einem stählernen Grabstichel aus der Druckplatte herausgehoben. Die Entwicklung der Kaltnadelradierung ermöglichte es später, Linien mit einer spitzen Nadel in die Druckplatte einzuritzen.
Im Workshop wird die traditionelle Technik mit zeitgemäßem Upcycling kombiniert: Um den Tiefdruck unkompliziert und kostengünstig auszuprobieren, werden als Druckplatten alubeschichtete Kartons von Milchtüten und anderen Tetra Paks verwendet. Frühlingshafte Motive werden auf die Innenseite der Verpackungen eingeritzt und anschließend auf Büttenpapier gedruckt. So entstehen einfache Farbdrucke, die sich zu Grußkarten und Geschenkanhängern weiterverarbeiten lassen.

Workshop: Nadine Hanssen, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer: 3 Stunden
TeilnehmerInnen: Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung und Bezahlung bis 4.3.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: bis 17 Jahre 12,00 €, ab 18 Jahre 20,00 € pro Person zzgl. 8,00 € Materialkosten

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Samstag, 19.3.2022, 14 Uhr
Straße der Begegnungen
Zu Besuch in Ingelheim: Alexander von Humboldt – Weltreisender mit Weitblick
Interkulturelle Stadtführung

Als Student besuchte der 20-jährige Alexander von Humboldt (1769-1859) auf einer sechswöchigen Deutschland-Reise auch Nieder-Ingelheim. Zusammen mit einem Kommilitonen besichtigte er am 14. Oktober 1789 die Ruinen der Kaiserpfalz und kehrte anschließend im Gasthaus »Zur Alten Post« ein. Die Interkulturelle Stadtführung begibt sich auf die Spuren des Weltentdeckers Humboldt, der bereits vor 200 Jahren vor den Folgen des menschlich beeinflussten Klimawandels warnte. Vielleicht hätte er gar die heutige »Fridays for Future«-Bewegung unterstützt?
ZeitzeugInnen aus Mittel- und Südamerika berichten von klimatischen Veränderungen durch die Abholzung des Regenwaldes, aber auch von der gegenwärtigen Bedeutung Humboldts, nach dem Tiere und Pflanzen, Flüsse und Gebirge, Städte und Asteroiden benannt wurden. Auch musikalisch und kulinarisch lädt die Veranstaltung in die Zeit der Forscher und Entdecker ein.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Stabsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim am Rhein.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 2 Stunden
Telefonische Anmeldung bis 17.3.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse
Donnerstag, 24.3.2022, 14.30 Uhr
Krimi am Mittag
»Sollten blos besonders eingeübte junge Leute singen«
Kurzvortrag

Im Jahr 1798 erfolgte im Kanton Oberingelheim die Einrichtung eines Friedensgerichts. Im Laufe der nächsten 80 Jahre rügten die Friedensrichter zum Beispiel die Gemeinde Ober-Ingelheim, weil der ins Friedensgerichtslokal gelieferte Ofen nicht bezahlt wurde. Sie erhoben Klage, weil Maurer Hoch den Wackernheimer Gottesdienst mit seinem Geschrei störte, obwohl nur des Singens mächtigen Mitbürgern das Singen erlaubt worden war und regelten sogar Vormundschaften bis ins ferne Amerika. Die interessantesten Fälle boten sie jedoch aus den eigenen Reihen: So ertrank beispielsweise der erste Friedensrichter 1813 nach einem Wirtshausbesuch im Rhein, nachdem die Verlegung des Kantonsgefängnisses in seinen Wohnort Gau-Algesheim für großen Unmut gesorgt hatte. Diese und viele andere spannende Fälle des Friedensgerichts schlummern in den Magazinen des Ingelheimer Stadtarchivs und werden von Stadtarchivarin Nadine Gerhard mit einer Prise Humor unter die Lupe genommen.

Vortrag: Nadine Gerhard, Stadtarchiv Ingelheim am Rhein
Telefonische Anmeldung bis 22.3.3022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3,00 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: © Stadtarchiv Ingelheim, Rep. II/13
Samstag, 2.4.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 31.3.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 3.4.2022, 11 Uhr
Öffentliche Führung
»Wie wol er den Juden auch feind ist, aber er nimbt sichs so hefftig nicht an als ich« (Luther über Münster)

Religiös motivierte antijüdische Denkmuster begleiteten das Christentum von Beginn an (Antijudaismus). Am Anfang der traditionellen Judenfeindschaft stand der konfliktbeladene Ablösungsprozess der frühen Christen vom Judentum. Seit dem 4. Jahrhundert wurden Juden sozial benachteiligt und ausgegrenzt. Ab etwa dem 13. Jahrhundert ist die Tiermetapher »Judensau« als häufiges Bildmotiv der antijüdischen christlichen Kunst belegt. Mitte des 14. Jahrhunderts wurden Menschen jüdischen Glaubens als Brunnenvergifter für die Pest verantwortlich gemacht. Im 15./16. Jahrhundert hatte der Antijudaismus einen Höhepunkt erreicht. Die Führung von Dr. Klaus-Peter Wörns, Ingelheimer Gästeführer, setzt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema »Antijudaismus in der frühen Neuzeit« auseinander und geht auf die Haltung Luthers und Münsters ein.

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Telefonische Anmeldung bis 1.4.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Abbildung aus: Hartmann Schedel, Weltchronik, Nürnberg 1493, Faksimile Lindau 1988,
© Museum bei der Kaiserpfalz, Ingelheim, Repro: Dr. Gabriele Mendelssohn

Samstag, 16.4.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 14.4.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Donnerstag, 21.4.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Willkommen zurück! – Originale Römische Grabfiguren im Museum bei der Kaiserpfalz
Kurzvortrag

Nach etwa 170 Jahren sind die »ältesten Ingelheimer« endlich wieder im Original zu bestaunen! Die lebensgroßen Figuren wurden nach ihrem Auffinden in Ingelheim im Jahr 1853 als Geschenk der Wiesbadener »Sammlung Nassauischer Altertümer« vermacht. Von dort konnten sie im Oktober 2021 als Dauerleihgabe für das Museum bei der Kaiserpfalz zurückgewonnen und so in Ingelheim für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.
Der Vortrag zeichnet die wechselvolle Geschichte der Grabfiguren bis in die Gegenwart nach. Dabei wird der Frage nach ihrer ursprünglichen Präsentation sowie ihrer Einbettung in das Siedlungsgefüge des römischen Ingelheims nachgespürt. Neben der Vergangenheit der Figuren erläutert die Archäologin Dr. Isabel Kappesser auch, welche Projekte zukünftig im Museum bei der Kaiserpfalz zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Objekte durchgeführt werden.

Vortrag: Dr. Isabel Kappesser, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 19.4.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3,00 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Samstag, 7.5.2022, 15 Uhr
Öffentliche Kaiserpfalzführung
Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Führung der Ingelheimer Gästeführerinnen und Gästeführer startet in der Kaiserpfalzabteilung des Museums bei der Kaiserpfalz. Anschließend begibt sie sich in eine der besterhaltenen Pfalzen des frühen Mittelalters. An diesen Schauplätzen wurde Weltgeschichte geschrieben, Versammlungen abgehalten und bedeutende Gesandtschaften empfangen. Sofern noch Plätze frei sind, können sich MuseumsbesucherInnen spontan anmelden und kurzfristig an der Öffentlichen Führung teilnehmen.

Führung: GästeführerIn, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 5.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 7,00 € (inkl. Eintritt ins Museum)

Foto: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin Ingelheim
Sonntag, 8.5.2022, 11 - 14 Uhr
XV. Römertag Rheinhessen
Originale statt Kopien – Die römischen Grabfiguren im Ingelheimer Museum

Beim XV. Römertag Rheinhessen dreht sich im Museum bei der Kaiserpfalz alles um die »ältesten Ingelheimer« in der römischen Abteilung des Museums. Diese sind nach etwa 170 Jahren endlich wieder nach Ingelheim zurückgekehrt und ersetzen nun die bislang gezeigten Kopien. Von der Farbigkeit bis hin zur Proportion der Figuren gibt es dabei eine Menge Unterschiede zu entdecken und bestaunen. Passend zu diesem Austausch von Kopien zu Originalen bietet das Ingelheimer Museum in diesem Jahr ein erweitertes Programm für die ganze Familie: Neben einer anschaulichen Führung für jüngere BesucherInnen und einem Kurzvortrag für die Großen findet ein buntes Rahmenprogramm mit Workshops und verschiedenen Möglichkeiten zum Ausprobieren statt. Ein kleiner Imbiss mit Speisen nach römischen Rezepten rundet das Programm ab.

Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Leitung: Dr. Isabel Kappesser, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 6.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl

Der Eintritt und alle Angebote zum Römertag Rheinhessen sind ganztägig kostenfrei.

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Sonntag, 15.5.2022, 15 Uhr
Internationaler Museumstag
Palast-Geschichte(n) und Picknick-Genuss
Familienführung

Warum wählte Karl der Große ausgerechnet Ingelheim als Standort für seine prachtvolle Pfalz? Welche Feste wurden hier gefeiert und welche Könige, Kaiser und Gesandte gingen in der reich ausgestatteten Anlage ein und aus? Die Familienführung gibt altersgerechte Antworten auf diese Fragen und spaziert mit den großen und kleinen BesucherInnen vom Museum bei der Kaiserpfalz zu den beeindruckenden Überresten des ehemaligen Palastes. Mit einem schmackhaften Picknick klingt die lebendige Führung in historischer Kulisse aus.

Führung: Nadja Glässel-Roučka, Gästeführerin, Ingelheim
Dauer: 1,5 Stunden
TeilnehmerInnen: Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 13.5.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 5,00 € (für Picknick inkl. Getränk)

Das Museum ist bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Abbildung: © Stadtverwaltung Ingelheim
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius