Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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11.9. bis 28.11.2021
Material im Fokus – Glas in der zeitgenössischen Kunst
Kunstausstellung

Die Ingelheimer Glaskünstlerin Professorin Ingrid Conrad-Lindig hat viele Jahre das Institut für künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen geleitet sowie den Lehrstuhl »Glas« innegehabt. Außergewöhnliche Glasobjekte von ihr und von sechs ihrer sehr erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen laden in der Ausstellung dazu ein, in die faszinierende Welt der modernen Glaskunst einzutauchen und die erstaunliche Vielseitigkeit des Materials Glas zu bewundern. Zur Ausstellung bieten wir ein umfangreiches Rahmenprogramm und einen Katalog.
Schirmherrin der Ausstellung ist Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Finanziell gefördert wird die Ausstellung von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur.

Kurator: Ludwig Rinn, Kunsthistoriker und Sammler, Heuchelheim
Gesamtleitung: Dr. Ingeborg Domes, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstalter: Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus,
François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim am Rhein
Öffnungszeiten: September und Oktober: Dienstag bis Donnerstag, 10 – 17 Uhr sowie Freitag bis Sonntag und an Feiertagen, 10 – 18 Uhr / November: Dienstag bis Sonntag, 10 – 16 Uhr
Telefonische Anmeldung im Museum bis zwei Tage vor dem Ausstellungsbesuch / Zugangsbeschränkungen
Eintritt: 7 € / 5 €*, Kombikarte mit Museum: 8 € / 6 €* (*ermäßigt in geführten Gruppen)

Ingrid Conrad-Lindig »Rheingold«, Glasobjekt, © Ingrid Conrad-Lindig, Foto: Dr. Thomas Pfeiffer





22.9. bis 28.11.2021
Achtung: Glas!
Glaskunstwettbewerb für Kinder und Jugendliche

Im Herbst 2021 lädt das Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim Kinder und Jugendliche zu einem Glas-Kunst-Wettbewerb ein. Alle jungen KünstlerInnen dürfen zuhause oder im Unterricht ein eigenes Motiv für ein Glasbild zum Thema Herbst entwerfen. Eine Expertenjury wählt aus allen Einsendungen die kreativsten Entwürfe aus. Anschließend wird die Ingelheimer Glaskünstlerin Professorin Ingrid Conrad-Lindig diese, zusammen mit den GewinnerInnen, als künstlerische Glasbilder in ihrer eigenen Werkstatt gestalten. Die Entwürfe auf Papier im Format DIN A5 können bis zum 28. November 2021 im Museum bei der Kaiserpfalz abgegeben werden.

TeilnehmerInnen: Kinder und Jugendliche
Abgabeschluss: 28.11.2021 im Museum

Abbildung: © Museum bei der Kaiserpfalz, Foto: Noah Reichert
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Sonntag, 28.11.2021, 10 - 19 Uhr
Finissage
Material im Fokus – Glas in der zeitgenössischen Kunst

Am 1. Advent beenden wir die Ausstellung im Kunstforum Ingelheim mit ganztägig freiem Eintritt, verlängerter Öffnungszeit und Kurzführungen. Professorin Ingrid Conrad-Lindig lädt zu geführten Atelierbesuchen in ihrer Ober-Ingelheimer Glaskunstwerkstatt ein.

Das aktuelle Programm erfahren Sie zu gegebener Zeit hier auf unserer Website www.museum-ingelheim.de und aus der lokalen Tagespresse.

Veranstaltungsort: Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus,
François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim am Rhein
Veranstaltungsort: Glaskunstwerkstatt Prof. Ingrid Conrad-Lindig, Oberer Schenkgarten 8, 55218 Ingelheim am Rhein
Telefonische Anmeldung bis 26.11.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Der Eintritt in die Glaskunstausstellung sowie alle Angebote zur Finissage sind ganztägig kostenfrei.

Abbildung: Ingrid Conrad-Lindig »Rheingold«, Glasobjekt,
© Ingrid Conrad-Lindig, Foto: Dr. Thomas Pfeiffer

Donnerstag, 2.12.2021, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Sebastian Münster und der gehörnte Moses
Kurzvortrag

In der christlichen Welt wurde in der bildenden Kunst Moses lange Zeit mit Hörnern dargestellt. Das ging auf die lateinische Übersetzung einer Bibelstelle im 2. Buch Mose zurück. In der Sebastian Münster Abteilung des Museums finden sich drei Darstellungen eines gehörnten Moses. Ferner sind dort die Bibelübersetzungen von Martin Luther und Sebastian Münster zu sehen. Der Vortrag beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Überlieferungen des Alten Testaments und geht der Frage nach, wie die beiden Bibelübersetzer mit dieser Textstelle umgehen. Es wird sich zeigen, daß sich gerade Münster mit diesem Thema näher auseinandergesetzt hat.

Vortrag: Renate Fath M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 30.11.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Ausschnitt aus dem Titelbild von Martin Luther/Sebastian Münster »Der x. gebot ein nutzliche erklerung...«, 1520, © Lutherbibliothek Worms, Foto: Busso Diekamp
Donnerstag, 16.12.2021, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Lieblich war diese Rose...« – Das Leben der Wibrandis Rosenblatt
Kurzvortrag

Als Wibrandis Rosenblatt am 1. November 1564 in Basel an der Pest starb, konnte sie auf ein bewegtes Leben zurückblicken: viermal war sie verheiratet gewesen und hatte alle Ehemänner, zu denen die berühmten Reformatoren Johannes Oekolampad, Wolfgang Capito und Martin Bucer gehörten, überlebt. Elf Kinder, von denen sie ebenfalls einige an die Pest verlor, hatte sie zur Welt gebracht und im protestantischen Glauben erzogen. Sie verkörperte das von Katharina Bora und anderen Ehefrauen früher Reformatoren vorgelebte Ideal der evangelischen Pfarrersfrau. Der Kurzvortrag stellt die Lebensgeschichte der starken Protestantin mit dem klangvollen Namen vor und ordnet sie in den Kontext der frühen Reformation ein.

Vortrag: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 14.12.2021 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Samuel Gysin, Wibrandis Rosenblatt, des berühmten Baslerischen Reformators Joh. Oecolampadius ehliche Hausfrau, starb sel. 1564. Kupferstich nach einem alten Originalgemälde, [zwischen 1800 und 1844] (UB Basel, Portr BS Rosenblatt W 1504, 1)
Donnerstag, 17.2.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Ehre, wem Ehre gebührt« – Vom Ehrenbürger zum Ehrenring
Kurzvortrag

Wenn eine Stadt oder Gemeinde verdiente Persönlichkeiten auf eine besondere Weise ehren möchte, sind ihrer Phantasie grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Die Skala möglicher Ehrenbezeigungen reicht von der öffentlichen Belobigung bis zur Bürgermedaille, vom Wappenteller bis zum Ehrenring. Die höchste Auszeichnung, die eine Stadt vornehmen kann, ist die Verleihung des Ehrenbürgerrechts. Von dieser Ehrung wird eher selten Gebrauch gemacht. 1964 erhielten erstmals Ingelheimer Stadträte einen Ehrenring. Entworfen wurde der Ring aus Gold mit dem Ingelheimer Stadtwappen von dem Ingelheimer Künstler Gustav Wermann. Einer der Geehrten war das SPD-Mitglied Willi Schuster, dessen Ring die Referentin im Original vorstellen wird.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Telefonische Anmeldung bis 15.2.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: Ehrenring der Stadt Ingelheim von 1964, Foto: Barbara Timm
Samstag, 5.3.2022, 14.30 Uhr
Öffentliche Führung
Die Regentschaft der Kaiserinnen

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März blickt die Führung im Museum bei der Kaiserpfalz auf ein lang vernachlässigtes Phänomen weiblicher Geschichte: die Beteiligung von Herrschergattinnen an der Reichspolitik. Eine wesentliche Aufgabe hochmittelalterlicher Kaiserinnen im römisch-deutschen Reich war es, ihren Gatten beratend zur Seite zu stehen und im Falle seines frühen Todes die Regentschaft für unmündige Thronfolger zu übernehmen. Am Beispiel der Kaiserinnen Adelheid von Burgund, Theophanu und Agnes von Poitou beschreibt die Historikerin Miriam Maslowski Möglichkeiten, Aktionsräume aber auch Herausforderungen weiblicher Herrschaft. Ein Rundgang zu den zentralen Orten der Ingelheimer Kaiserpfalz illustriert deren Bedeutung als Stützpunkt für die Herrscherinnen.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Gleichstellungsbeauftragten Regina Barbosa da Silva und der Stabstelle Vielfalt und Chancengleichheit der Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein.

Führung: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Dauer der Führung: 2 Stunden
Telefonische Anmeldung bis 3.3.2022 im Museum/ begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: 4 € (inkl. Snack und Eintritt ins Museum)

Donnerstag, 10.11.2022, 14.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Von »Völkerschauen«, »Black facing« und »Black lives matter«
Kurzvortrag

Als der Ingelheimer Forschungsreisende Carlo von Erlanger 1901 von seiner letzten Ostafrika-Expedition zurückkehrte, begleitete ihn ein abessinischer Diener, dessen »intensiv glänzend schwarze Hautfarbe allgemein auffiel« (Ingelheimer Anzeiger, 27.8.1901). Zu diesem Zeitpunkt waren viele Deutsche fasziniert vom kolonialen »Abenteuer« in Afrika. Sie besuchten Kolonialausstellungen oder so genannte Völkerschauen, in denen rassistische Stereotype inszeniert wurden. Ein Beispiel dafür war auch die »koloniale Fastnacht«, die die Ober-Ingelheimer 1937 rund um einen geschminkten »Negerhäuptling mit Gefolge« (Ingelheimer Anzeiger, 8.1.1937) feierten. Der Kurzvortrag wirft einen Blick auf die Ingelheimer Kolonialgeschichte und verknüpft ihn mit dem wachsenden Bewusstsein für ethnische Diversität.

Vortrag: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Museum bei der Kaiserpfalz
Telefonische Anmeldung bis 8.11.2022 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Eintritt: 3 € (inkl. einer süßen Überraschung)

Abbildung: © Leinpfad Verlag, Ingelheim, Fotograf: unbekannt