Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Freitag, 24.5.2019, 18 - 23 Uhr
Nacht der Kunst
im Museum bei der Kaiserpfalz

In diesem Jahr beteiligt sich das Museum an der Nacht der Kunst auf dem François-Lachenal-Platz vor dem Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus in Nieder-Ingelheim mit drei kurzweiligen Führungen in seiner Sebastian Münster Abteilung.

Das Museum ist bei freiem Eintritt von 18 bis 23 Uhr geöffnet.


20.30 Uhr, 21.30 Uhr und 22.30 Uhr
Sebastian Münster und Martin Luther – zwei Bestsellerautoren der
frühen Neuzeit

Kurzführungen

Führung: Dr. Klaus Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Eintritt frei

Foto: Andrea Enderlein
Samstag, 25.5.2019, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
»Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl« (Herbert Grönemeyer)
Interkulturelle Stadtführung

Eng mit der »typisch deutschen« Regionalität verbunden, erlebt der Heimat-Begriff aktuell eine Renaissance. Der Geruch frisch gemähten Heus, der Dialekt des Schulfreundes, der Ruf des Eichelhähers oder die Knödel der Großmutter – Heimat ist für viele sinnlich-emotional aufgeladen. Dabei bewegt sich der Begriff im gegenwärtigen Diskurs oft im Spannungsfeld zwischen politischer Ausgrenzung, regionaler Identität und gemütlicher Nostalgie.
In der Interkulturellen Führung nähern wir uns kulturhistorisch und kulturübergreifend dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Zeitzeugen, die als »Zugezogene« in Ingelheim einen neuen Lebensmittelpunkt, eine »Heimat 2.0«, gefunden haben, berichten von ihren persönlichen Erfahrungen.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Kulturwissenschaftlerin, Ingelheim
Anmeldung erforderlich bis 17.5.2019 im Museum, Tel. 06132•714701 / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Sonntag, 2.6.2019, 11 Uhr
Öffentliche Führung
Sebastian Münster – Der Mann vom Hundertmarkschein

Heute kennen Sebastian Münster, den Universalgelehrten, Kosmografen und Hebraisten aus Ingelheim, nur noch wenige. Mit Fug und Recht wird er als größter Sohn Ingelheims bezeichnet. Obwohl er seine Heimat schon in jugendlichem Alter verließ, hat er seine Herkunft zeit seines Lebens nie vergessen und Ingelheim in seinen Publikationen verewigt. Das Museum bei der Kaiserpfalz plant schon lange eine eigene Sebastian-Münster-Abteilung in einem Erweiterungsbau. Bis zur Umsetzung dieses Plans bleibt die Studioausstellung aus dem Reformationsjahr 2017 »’Munster gefelt mir wol’ - Sebastian Münster und Martin Luther« in leicht abgeänderter Form als vorläufige Sebastian-Münster-Abteilung bestehen. In ihr werden die Berührungspunkte zwischen Sebastian Münster und Martin Luther aufgezeigt.

Führung: Dr. Klaus Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Kosten: 2 € zzgl. 2 € Eintritt in die Ausstellung
Dienstag, 11.6.2019, 14 - 16 Uhr
37. Seniorentage im Museum bei der Kaiserpfalz
Theophanu – Eine byzantinische Prinzessin auf dem Kaiserthron
Führung und Workshop

Kaiserin Theophanu aus Konstantinopel lenkte als eine der mächtigsten Frauen des Mittelalters für ihren unmündigen Sohn die Geschicke des Reiches. Als byzantinische Prinzessin wurde sie im Alter von 12 Jahren mit Otto II. verheiratet und musste ihr luxuriöses Leben in Konstantinopel gegen das im »barbarischen« Weströmischen Reich tauschen. Wie erlebte sie diesen Kulturschock? Wir suchen nach den Spuren, die sie hier hinterlassen hat, denn die Kaiserpfalz in Ingelheim war ein wichtiger Stützpunkt der Kaiserfamilie.
Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen erwartet die Besucher/innen ein praktischer Teil: Mit Feder und Tinte schreiben wir einen Text in der karolingischen Minuskel, einer Schrift, die in der Zeit Karls des Großen entstanden ist und die auch Kaiserin Theophanu noch kannte.

Eine Kooperationsveranstaltung des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Amt für Familien, Bildung und Sport der Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein anlässlich der 37. Seniorentage 2019.

Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmer: Senioren / begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung: am 3.5.2019, 14-15.30 Uhr im Ratssaal der Stadtverwaltung Ingelheim oder bei Frau Jacobi-Becker, Tel. 06132•782176. Weitere Informationen in der Broschüre »37. Ingelheimer Seniorentage 2019«

Die Teilnahme an Führung und Workshop ist kostenfrei.
Donnerstag, 13.6.2019, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Vergiss nie deine Heimat, wo deine Wiege stand, denn in der Ferne findest du kein zweites Heimatland«
Kurzvortrag

Was ist »Heimat« überhaupt? Für den einen ist es der Geburtsort, für den anderen der Platz, an dem er in seinem Leben sesshaft geworden ist, und für den nächsten ein tief verwurzeltes Gefühl des Vertrauens in die Bleibe, die er sein Zuhause nennt, oder den Platz, an dem er sozial angesiedelt ist. Doch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war der Begriff von nüchterner Prägung und stammte aus dem juristischen Bereich. Heimat war einzig und allein der Ort, an dem man geboren wurde und in dem man heimatberechtigt war.

Im Vortrag geht es um den Wandel des Begriffs »Heimat« im Laufe der Jahrhunderte, unterstützt von verschiedenen Archivalien aus dem Ingelheimer Stadtarchiv speziell zur Ingelheimer Geschichte.

Vortrag: Nadine Gerhard, Stadtarchivarin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)

Abbildung: »Ortsbürgereid«, © Stadtarchiv Ingelheim am Rhein, Inv.-Nr. Rep. WH-468
Donnerstag, 18.7.2019, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Liebe und Rhabarbermus – Eine sommerliche Geschichte vom Rhein« von Elisabeth Kraft aus Stadecken
Lesung mit historischer Einführung

Für eine junge Frau aus der Landwirtschaft war es in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts eher unüblich, sich schriftstellerisch zu betätigen. Das galt
nicht für die 1907 geborene Elisabeth Kraft
aus Stadecken. Sie verfasste für die Ingelheimer Zeitung Erzählungen, Gedichte, Geschichten und Novellen. Lange nach ihrem frühen Tod im Jahr 1953 versuchte ihre Tochter Irmtraud, an die literarische Hinterlassenschaft ihrer Mutter zu gelangen. Schließlich wurde sie 2016 im Ingelheimer Stadtarchiv fündig. In der Kurzgeschichte von Elisabeth Kraft aus dem Jahr 1935 macht sich eine junge Frau mit dem Rad auf den Weg in Richtung Frei-Weinheim – und vergisst den Rhabarber auf dem Gasherd...

Lesung: Irmtraud Metzler, Nieder-Olm
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)

Bildnachweis: Titelseite »Geschichten und Gedichte aus den Dreißigerjahren« von Elisabeth Kraft, Hsg. von Irmtraud Metzler, BoD – Books on Demand, Norderstedt,2018, Repro: Dr. Gabriele Mendelssohn
Donnerstag, 15.8.2019, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
Der Tassilokelch und die Geschichte der Niello-Technik
Kurzvortrag

788 wurde dem Baiernherzog Tassilo III. in der Ingelheimer Kaiserpfalz von Karl dem Großen der Prozess gemacht. Im Museum bei der Kaiserpfalz erinnert an dieses Ereignis die Kopie eines aufwändig verzierten Altargeräts, des Tassilokelchs. Das Original aus dem 8. Jahrhundert wird im Stift Kremsmünster aufbewahrt. Auftraggeber des Kunstwerks waren Tassilo und seine Frau Liutpirc. Die Ornamentik des Kelchs besteht aus Tiergeflecht, Palmetten und Flechtwerk in Kerbschnitt mit Vergoldung. Die bildlichen Darstellungen und Streifen sind in Silberniello ausgeführt. Im Kurzvortrag wird diese Technik am Beispiel des Kelchs näher vorgestellt.

Vortrag: Roman Borkowski M. A., Dipl.-Restaurator
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)
Sonntag, 8.9.2019, 10 - 17 Uhr
Tag des offenen Denkmals
im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus

11 – 12 Uhr
Kinder führen Kinder
Macht und Pracht – Der Kaiser hält das Zepter fest in der Hand

Was ein Kaiser ist, weiß jedes Kind. Doch wie erkennt man ihn auch ohne Krone? Was bedeuten Zepter und Reichsapfel? Das erfahren wir von den aufgeweckten Kinderführern in der Reihe »Kinder führen Kinder«.

Veranstaltungsort: Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus, François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim
Leitung: Dr. Ingeborg Domes, Museum bei der Kaiserpfalz

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Forschungsstelle Kaiserpfalz im Rahmen der Sonderausstellung »Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter«.

11 Uhr, 14 – 16 Uhr (jeweils zur vollen Stunde)
Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter
Führungen der Forschungsstelle Kaiserpfalz

Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt in die Ausstellung und das Museum sowie alle Angebote zum Tag des offenen Denkmals sind ganztägig kostenfrei.
Sonntag, 15.9.2019, 11 Uhr
Öffentliche Führung
Sebastian Münster – Der Mann vom Hundertmarkschein

Heute kennen Sebastian Münster, den Universalgelehrten, Kosmografen und Hebraisten aus Ingelheim, nur noch wenige. Mit Fug und Recht wird er als größter Sohn Ingelheims bezeichnet. Obwohl er seine Heimat schon in jugendlichem Alter verließ, hat er seine Herkunft zeit seines Lebens nie vergessen und Ingelheim in seinen Publikationen verewigt. Das Museum bei der Kaiserpfalz plant schon lange eine eigene Sebastian-Münster-Abteilung in einem Erweiterungsbau. Bis zur Umsetzung dieses Plans bleibt die Studioausstellung aus dem Reformationsjahr 2017 »’Munster gefelt mir wol’ - Sebastian Münster und Martin Luther« in leicht abgeänderter Form als vorläufige Sebastian-Münster-Abteilung bestehen. In ihr werden die Berührungspunkte zwischen Sebastian Münster und Martin Luther aufgezeigt.

Führung: Dr. Klaus Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Kosten: 2 € zzgl. 2 € Eintritt in die Ausstellung
Donnerstag, 19.9.2019, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Ingelheimer TheaterSpiele« – Der Theaterregisseur
Prof. Hanns Niedecken-Gebhard

Kurzvortrag

»Wie Wachs knetete und gestaltete er dieses spröde Menschenmaterial, feilte, dämpfte, sichtete und siebte, holte das Letzte, das Höchste aus den Darstellern heraus, die sich ihm willig unterordneten«. Diese Zeilen schrieb 1928 ein Zeitzeuge über die Arbeit des Theaterregisseurs Niedecken-Gebhard (1889–1954). Gemeint sind hier 43 Ober- und Nieder-Ingelheimer Laiendarsteller und -darstellerinnen: Sie wagten sich unter seiner künstlerischen Leitung, enthusiastisch und mit viel Engagement, an eine in der Fachwelt viel beachtete Ingelheimer Aufführung des in rheinhessischer Mundart geschriebenen Theaterstücks »Schinderhannes«.

Wer war der heute in seiner Heimatstadt Ober-Ingelheim fast vergessene Musikwissenschaftler und Theaterregisseur Niedecken-Gebhard? Der Vortrag geht dieser Frage nach und stellt die künstlerisch bedeutenden Stationen seines widersprüchlichen Lebens sowie zwei seiner Ingelheimer TheaterSpiele zwischen 1921 und 1937 vor.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)
Samstag, 21.9.2019, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Artikel 3, Absatz 2 Grundgesetz – Männer und Frauen sind gleichberechtigt
Interkulturelle Stadtführung

Vor 100 Jahren, am 19. Januar 1919, durften deutsche Frauen erstmals wählen gehen. 30 Jahre später sicherte das neue deutsche Grundgesetz Frauen die volle Gleichberechtigung zu. Doch noch immer sind weibliche Führungskräfte oder Politikerinnen, beispielsweise im Ingelheimer Stadtrat, in der Minderheit. Die Interkulturelle Stadtführung nimmt engagierte Kämpferinnen der Ingelheimer Geschichte in den Blick und verknüpft diesen mit der revolutionären Demokratiebewegung am Beispiel der lokalen Casino-Gesellschaft, heute Verein Haus Burggarten. Gemeinsam mit kompetenten Zeitzeuginnen beleuchten wir das große Spektrum weiblicher Lebensentwürfe in Geschichte und Gegenwart und diskutieren auch die Frauenbewegung in außereuropäischen Kulturen.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Kulturwissenschaftlerin, Ingelheim
Anmeldung erforderlich bis 13.9.2019 im Museum, Tel. 06132•714701 / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse
Donnerstag, 17.10.2019, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
»Was ich nicht hab erlernt, das hab ich erwandert!« – Netzwerke der Kunst zur Zeit Sebastian Münsters
Kurzvortrag

Die Zeit Sebastian Münsters (1488 – 1552) war geprägt von epochalen Umbrüchen, welche das soziokulturelle Klima im Römisch-Deutschen Reich veränderten. Auch die Kunst erfährt in dieser Epoche, die sich zwischen Spätgotik und früher Renaissance bewegt, ihre ganz spezifische Ausprägung. In den Werkstätten wichtiger Kultur- und Handelszentren wie Basel, Straßburg, Nürnberg oder Erfurt entstanden Gemälde, Stiche und prächtige Altarretabel. Die Ausbildung bei namhaften Künstlern und anschließende Gesellenreisen beeinflussten Motive und Formensprache der angehenden Meister. Dieser erste Vortrag einer zweiteiligen Reihe bietet einen knappen Überblick über die Rahmenbedingungen, unter denen sich die Veränderungen vollzogen und stellt einige der wichtigsten Vertreter im rheinischen und süddeutschen Raum vor. Der zweite Teil wird sich im Frühjahr 2020 mit der Architektur dieser Epoche beschäftigen.

Vortrag: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)

Samstag, 19.10.2019, 14 - 17 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Pop-up-Karten in Scherenschnitt-Technik
Workshop

Der Scherenschnitt ist so alt wie die Anfänge des Papiers, es gibt ihn in China seit etwa dem Jahr 105. Über Persien haben sich seit dem 17. Jahrhundert unterschiedliche Techniken in Europa verbreitet. In der Goethezeit war die Porträtsilhouette besonders beliebt, verlor aber mit der Erfindung der Fotografie 1839 an Bedeutung. Der Scherenschnitt wurde in den Jahren zwischen 1900 und 1920 neu belebt und gilt heute als filigranes Kunsthandwerk. Wir stellen Pop-up-Karten oder Windlichter in Scherenschnitt-Technik her.

Kursleitung: Nadine Hanssen, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Altbau der Pestalozzischule, Museumspädagogik,
Mainzer Str. 68, 55218 Ingelheim
Teilnehmer: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Kosten: bis 17 Jahre 12 €, ab 18 Jahre 20 € pro Person inkl. Materialkosten und Museumseintritt
Anmeldung und Zahlung erforderlich bis 9.10.2019 im Museum,
Telefon 06132•714701
Sonntag, 3.11.2019, 11 Uhr
Öffentliche Führung
Sebastian Münster – Der Mann vom Hundertmarkschein

Heute kennen Sebastian Münster, den Universalgelehrten, Kosmografen und Hebraisten aus Ingelheim, nur noch wenige. Mit Fug und Recht wird er als größter Sohn Ingelheims bezeichnet. Obwohl er seine Heimat schon in jugendlichem Alter verließ, hat er seine Herkunft zeit seines Lebens nie vergessen und Ingelheim in seinen Publikationen verewigt. Das Museum bei der Kaiserpfalz plant schon lange eine eigene Sebastian-Münster-Abteilung in einem Erweiterungsbau. Bis zur Umsetzung dieses Plans bleibt die Studioausstellung aus dem Reformationsjahr 2017 »’Munster gefelt mir wol’ - Sebastian Münster und Martin Luther« in leicht abgeänderter Form als vorläufige Sebastian-Münster-Abteilung bestehen. In ihr werden die Berührungspunkte zwischen Sebastian Münster und Martin Luther aufgezeigt.

Führung: Dr. Klaus Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Kosten: 2 € zzgl. 2 € Eintritt in die Ausstellung
Samstag, 9.11.2019, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
»Verlorene Heimat« oder »Heimat 2.0«
Interkulturelle Stadtführung

Als vor exakt 30 Jahren, am 9. November 1989, die Berliner Mauer fiel, war der Weg in ein wiedervereinigtes Deutschland frei. Doch viele Ostdeutsche verloren damit, ohne den Wohnort zu verlassen, ihre »Heimat DDR« als Raum der Zugehörigkeit und Identität. In den Jahrzehnten zuvor waren bereits über 3 Millionen Menschen aus dem sozialistischen Überwachungsstaat geflüchtet und hatten einen neuen Lebensmittelpunkt in der Bundesrepublik oder anderen westlichen Ländern gesucht. Am Beispiel »Mauerfall« diskutieren wir mit Zeitzeugen, ob man seine Heimat wechseln, mehrere Heimaten gleichzeitig besitzen oder gar seine Heimat in der globalen Virtualität des Internets finden kann.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Kulturwissenschaftlerin, Ingelheim
Anmeldung erforderlich bis 31.10.2019 im Museum, Tel. 06132•714701 / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse
Donnerstag, 14.11.2019, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Ochsenkopf und Traubenhenkel – Die Wasserzeichen in den Ingelheimer Haderbüchern
Kurzvortrag

Noch bevor in Deutschland die erste Papiermühle in Betrieb ging, nutzte der Ingelheimer Gerichtsschreiber bereits Papier für die Gerichtsprotokolle. Die europaweit erste Papiermühle war 90 Jahre zuvor in Fabriano (Italien) errichtet worden. In Ergänzung zu der noch laufenden Transkription der noch erhaltenen Haderbücher widmet sich der Vortrag dem Beschreibstoff Papier und vor allem den entdeckten Wasserzeichen.

Vortrag: Renate Fath. M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)

Foto: Renate Fath
Donnerstag, 12.12.2019, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
Emil Reynier aus Nieder-Ingelheim – Eine Künstlerkarriere in der
k. u. k. Monarchie

Kurzvortrag

Den in Nieder-Ingelheim geborenen Maler und Grafiker Emil Reynier
(1836–1928) zog es nach München, Wien und Salzburg. Er stellte zusammen mit den Künstlergrößen seiner Zeit erfolgreich aus. 1874 ging er als Direktor der dortigen kaiserlich-königlich allgemeinen Zeichenschule nach Prag. Später schloss er sich der Osternberger Künstlerkolonie an. Noch im hohen Alter von fast 90 Jahren nahm er als Mitglied an der ersten Ausstellung der Innviertler Künstlergilde teil. Nach seinem Tod geriet Emil Reynier weitgehend in Vergessenheit und fand höchstens noch als Schwiegervater des Jugendstilkünstlers Karl Schmoll von Eisenwerth Erwähnung. Der Vortrag begibt sich auf Spurensuche und beleuchtet ein spannendes Künstlerleben.

Vortrag: Hilke Portwich M. A., Kunsthistorikerin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)