Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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MbdK + Ingelheimer Stadtwald

Der Ingelheimer Wald – Natur- und Kulturerbe
  • Florian Diehl (Forstamt), Forstrevier Emmerichshütte/Daxweiler
  • PD Dr. habil. Peter Haupt, Institut für Vor- und Frühgeschichte, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Dr. Gabriele Mendelssohn, MbdK Ingelheim

Der Ingelheimer Stadtwald, der gut 30 km entfernt im Hunsrück liegt, grenzt an den Stadtwald von Bingen. Er erstreckt sich mit seiner heutigen Flächengröße von fast 1200 ha in einer Länge von 6 km zwischen den Dörfern Daxweiler und Dichtelbach. Erstmalig wird der Wald (indirekt) zusammen mit dem südöstlich davon liegenden Ort Daxweiler in einem Lehensverzeichnis Werners II. von Bolanden aus den Jahren 1194/98 erwähnt und ist seit 1375 im Zuge der Verpfändung an die Kurpfalz Teil des Ingelheimer Reichsgutes.

Die Besonderheit des Waldes liegt in seiner historischen Sonderstellung für die Zeit von der Spätantike bis ins Spätmittelalter. Hier lagen Ressourcennutzungen im Bereich Erz und Holz, möglicherweise schon seit der Antike, kontinuierlich in den Händen des Fiskus (Staates). Mittelalterliche – oder ältere – Schlackenhalden gehören wahrscheinlich zu einer Eisenverhüttung in Rennöfen.
Sonntag, 13.8.2017, 11 - 17 Uhr
Archäologiefest im Ingelheimer Wald
Glühende Kohlen und heißes Eisen

Das zehnjährige Bestehen des Vereins für Archäologie Rheinhessen und Umgebung e. V. bietet Anlass zu einem großen Fest für Jung und Alt. Gemeinsam mit Förster Florian Diehl, dem Verein Bandkeramisches Aktionsmuseum e. V. sowie der Musemspädagogik des Museums bei der Kaiserpfalz laden die Archäologen zu einem Aktionstag in den Ingelheimer Wald ein.
Die Funktionen von Rennofen, Kohlemeiler und Erdofen – in dem ein weidmännisch zerlegtes Reh gegart wird – werden fachmännisch demonstriert. Bogenschießen, Baumscheibensägen, Töpfern und viele weitere Aktionen fordern zum Mitmachen auf. Unter dem Motto »Frag den Archäologen« erklären Studierende archäologische Techniken und Methoden. Fachliteratur kann am Infostand erworben werden. Für Essen und Trinken ist reichlich gesorgt!

Parken: Forsthaus Emmerichshütte, www.waldgaststaette-emmerichshuette.de
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