Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Donnerstag, 9.4.2020, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
Von trutzigen Kirchen, zarten Gewölben und leuchtenden Altären – Die Kunst zur Zeit Sebastian Münsters
Kurzvortrag
Verschoben!

Der zweite Vortrag zum Thema »Die Kunst zur Zeit Sebastian Münsters« beschäftigt sich mit Architektur und Kirchenausstattung am Übergang vom Mittelalter zur frühen Neuzeit. Überall im mitteleuropäischen Raum entstanden Hallenkirchen im Stil der Spätgotik. Nicht selten sind sie Teil der Befestigungsanlage, wie die Burgkirche in Ingelheim. Filigrane Gewölbe und prächtige Schnitzaltäre im Inneren der Kirchen bilden dazu einen reizvollen Kontrast. Die Bildschnitzer der Zeit verfeinerten ihre Kenntnisse auf der Gesellenreise und sorgten für einen großräumigen Transfer ihrer Kunstwerke von Polen bis Österreich und von den Niederlanden bis an den Oberrhein.

Vortrag: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)

Abbildung: »Burgkirche Ingelheim«, Gustav Wermann, Aquarell, 1962 © Museum bei der Kaiserpfalz
Sonntag, 12.4.2020, 11 Uhr
Osterführung
Sebastian Münster und Martin Luther – zwei Bestsellerautoren der frühen Neuzeit
Abgesagt!

Sebastian Münster, der gebürtige »Ingelummer«, hat mit seiner »Cosmographia«, einer Beschreibung der Welt, einen wahren Bestseller gelandet. So wie auch Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung.
Es waren bewegte Zeiten: Amerika wurde entdeckt. 1522 wurde die erste Weltumsegelung vollendet. Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern kam einer medialen Revolution gleich, mit all ihren Vor- und Nachteilen. Die Türken belagerten Wien und sorgten für Angst und Verunsicherung im christlichen Abendland. Und schließlich die Reformation, die zu einer dauerhaften Glaubensspaltung Europas führte. – Erleben Sie in einer spannenden Führung im Museum bei der Kaiserpfalz die prägenden Ereignisse dieser Zeit und erfahren Sie, welche Rolle Sebastian Münster und Martin Luther dabei spielten!

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Kosten: 2 € zzgl. Eintritt in die Ausstellung

Abbildung: Titelblatt, Cosmographie von Sebastian Münster, © Museum bei der Kaiserpfalz
Sonntag, 26.4.2020, 11 - 14 Uhr
XIII. Römertag Rheinhessen
»Veni, vidi, vici« – Ich kam, sah und siegte
Abgesagt!

Das Museum bei der Kaiserpfalz bietet auch in diesem Jahr wieder ein dreistündiges Familienprogramm mit »Kinder führen Kinder«, Workshops, einem Imbiss nach römischen Rezepten und römischen Kinderspielen.

Leitung: Dr. Ingeborg Domes, Museum bei der Kaiserpfalz
Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt und alle Angebote zum Römertag Rheinhessen sind ganztägig kostenfrei.

Foto: Dr. Ingeborg Domes
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Donnerstag, 14.5.2020, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Ehre, wem Ehre gebührt« – Vom Ehrenbürger zum Ehrenring
Kurzvortrag
Verschoben!

Wenn eine Stadt oder Gemeinde verdiente Persönlichkeiten auf eine besondere Weise ehren möchte, sind ihrer Phantasie grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Die Skala möglicher Ehrenbezeigungen reicht von der öffentlichen Belobigung bis zur Bürgermedaille, vom Wappenteller bis zum Ehrenring. Die höchste Auszeichnung, die eine Stadt vornehmen kann, ist die Verleihung des Ehrenbürgerrechts. Von dieser Ehrung wird eher selten Gebrauch gemacht. 1964 erhielten erstmals Ingelheimer Stadträte einen Ehrenring. Entworfen wurde der Ring aus Gold mit dem Ingelheimer Stadtwappen von dem Ingelheimer Künstler Gustav Wermann. Einer der Geehrten war das SPD-Mitglied Willi Schuster, dessen Ring die Referentin im Original vorstellen wird.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)

Abbildung: Ehrenring der Stadt Ingelheim von 1964, Foto: Barbara Timm
Samstag, 16.5.2020, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Zu Besuch in Ingelheim: Alexander von Humboldt – Weltreisender mit Weitblick
Interkulturelle Stadtführung
Verschoben auf 8.5.2021, 14 – 16 Uhr

Als Student besuchte der 20-jährige Alexander von Humboldt (1769-1859) auf einer sechswöchigen Deutschland-Reise auch Nieder-Ingelheim. Zusammen mit einem Kommilitonen besichtigte er am 14. Oktober 1789 die Ruinen der Kaiserpfalz und kehrte anschließend im Gasthaus »Zur Alten Post« ein. Die Interkulturelle Stadtführung begibt sich auf die Spuren des Weltentdeckers Humboldt, der bereits vor 200 Jahren vor den Folgen des menschlich beeinflussten Klimawandels warnte. Vielleicht hätte er gar die heutige »Fridays for Future«-Bewegung unterstützt?

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Kulturwissenschaftlerin, Ingelheim
Anmeldung erforderlich bis 8.5.2020 im Museum / Begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse
Sonntag, 17.5.2020, 15 Uhr
Internationaler Museumstag
»Wie wol er den Juden auch feind ist, aber
er nimbt sichs so hefftig nicht an als ich«
(Luther über Münster)

Öffentliche Führung
Abgesagt!

Religiös motivierte antijüdische Denkmuster begleiteten das Christentum von Beginn an (Antijudaismus). Am Anfang der traditionellen Judenfeindschaft stand der konfliktbeladene Ablösungsprozess der frühen Christen vom Judentum. Seit dem 4. Jahrhundert wurden Juden sozial benachteiligt und ausgegrenzt. Ab etwa dem 13. Jahrhundert ist die Tiermetapher »Judensau« als häufiges Bildmotiv der antijüdischen christlichen Kunst belegt. Mitte des 14. Jahrhunderts wurden Juden als Brunnenvergifter für die Pest verantwortlich gemacht. Im 15./16. Jahrhundert hatte der Antijudaismus einen Höhepunkt erreicht. Die Führung setzt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema »Antijudaismus in der frühen Neuzeit« auseinander und geht auf die Haltung Luthers und Münsters ein.

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Das Museum ist bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Führung ist kostenfrei.

Abbildung aus: Hartmann Schedel, Weltchronik, Nürnberg 1493, Faksimile Lindau 1988,
© Museum bei der Kaiserpfalz, Ingelheim, Repro: Dr. Gabriele Mendelssohn

Dienstag, 16.6.2020, 14 - 16.30 Uhr
38. Ingelheimer Seniorentage im Museum bei der Kaiserpfalz
»Liebevolle Grüße Dir in Gott«*– Kaiser Karl und die Frauen
*(Grußformel in einem Brief Karls des Großen an seine vierte Frau
Fastrada, Sept. 791)

Führung und Workshop

Karl war fünfmal verheiratet und hatte mindestens 18 Kinder. Bei einer Eheschließung stand das politische Kalkül durchaus im Vordergrund. Dennoch konnten sich tiefe Gefühle zwischen den Ehepartnern entwickeln, wie ein Brief des Herrschers an seine Frau Fastrada beweist.
Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen erwartet Sie ein praktischer Teil. Handarbeiten mit Nadeln und Wolle waren Frauensache. Mit der Technik des Fingerschlaufenflechtens, die ohne Hilfsmittel auskommt, stellen wir unterschiedlich breite, bunte Wollbänder her.

Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmer: Senioren / begrenzte Teilnehmerzahl
Führung und Workshop: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Anmeldung: am 8.5.2020, 14–15.30 Uhr im Ratssaal der Stadtverwaltung Ingelheim oder bei Frau Jacobi-Becker, Telefon 06132•782176. Weitere Informationen in der Broschüre »38. Ingelheimer Seniorentage 2020«.

Die Teilnahme an Führung und Workshop ist kostenfrei.

Abbildung: »Karls des Großen Geburt und Jugendjahre«, Kupferstich von A. W. Böhm und Fr. Geissler nach C. Heideloff, Illustration aus: »Friedrich de la Motte Fouqué: Karls des Großen Geburt und Jugendjahre, 1816(?)«, © Museum bei der Kaiserpfalz
Donnerstag, 18.6.2020, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Seide für die Strumpffabrik – Die Anpflanzung von Maulbeerbäumen im Ingelheimer Grund
Kurzvortrag

Um von dem Import der Seide unabhängiger zu werden, trieben deutsche Fürsten im 18. Jahrhundert die heimische Seidenproduktion voran. So verfügte der pfälzische Kurfürst Karl Theodor in einem Privileg von 1777 die Anpflanzung von weißen Maulbeerbäumen als Nahrung für die Seidenraupen. Jeder Gemeinde wurde ein bestimmtes Kontingent an Bäumen zugeteilt, die dort angepflanzt werden mussten. Die Einwohner erhielten Einweisungen in die Seidenraupenzucht. Was vom Kurfürsten als für seine Untertanen »so heilsames Vorhaben« bezeichnet wurde, stieß jedoch bei der ländlichen Bevölkerung auf wenig Gegenliebe.

Vortrag: Renate Fath M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)

Abbildung: © Rijksmuseum Amsterdam
Freitag, 19.6.2020, 18 - 23 Uhr
Nacht der Kunst im Museum bei der Kaiserpfalz

Das Museum bei der Kaiserpfalz beteiligt sich an der Nacht der Kunst auf dem François-Lachenal-Platz vor dem Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus in Nieder-Ingelheim mit drei kurzweiligen Führungen in seiner Sebastian Münster Abteilung.

Das Museum ist bei freiem Eintritt von 18 bis 23 Uhr geöffnet.

20.30 Uhr, 21.30 Uhr und 22.30 Uhr
Zwei Ehepaarporträts der Renaissance
Kurzführungen

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Eintritt frei

Foto: Andrea Enderlein
Sonntag, 12.7.2020, 11 Uhr
Öffentliche Führung
Sebastian Münster – Der Mann vom Hundertmarkschein

Heute kennen Sebastian Münster, den Universalgelehrten, Kosmografen und Hebraisten aus Ingelheim, nur noch wenige. Mit Fug und Recht wird er als größter Sohn Ingelheims bezeichnet.
Obwohl er seine Heimat schon in jugendlichem Alter verließ, hat er seine Herkunft zeit seines Lebens nie vergessen und Ingelheim in seinen Publikationen verewigt. Das Museum bei der Kaiserpfalz plant schon lange eine eigene Sebastian-Münster-Abteilung in einem Erweiterungsbau. Bis zur Umsetzung dieses Plans bleibt die Studioausstellung aus dem Reformationsjahr 2017 »’Munster gefelt mir wol’ – Sebastian Münster und Martin Luther« in leicht abgeänderter Form als vorläufige Sebastian-Münster-Abteilung bestehen. In ihr werden die Berührungspunkte zwischen Sebastian Münster und Martin Luther aufgezeigt.

Führung: Dr. Klaus-Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Kosten: 2,00 € (zzgl. 2,00 € Eintritt in die Ausstellung)
Donnerstag, 20.8.2020, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet!« (Friedrich Schiller)
Kurzvortrag

Während Friedrich Schiller in seinem Gedicht »Das Lied von der Glocke« mit diesen Zeilen wohl vor allem die Vorsorge im Auge hatte, sorgte der damalige französische Erste Konsul Napoléon Bonaparte mit dem Inkrafttreten seines »Code civil« im Jahr 1804 eher für die Nachsorge. Verbunden mit der flächendeckenden Einführung der zivilen Personenstandsurkunden im Jahr 1798, einem maßgeblichen Signal für die strikte Trennung von Kirche und Staat, war die Einführung der sogenannten Zivilehe. Sie versetzte auch die Menschen im Département Donnersberg in die damals revolutionäre Situation, sich ohne Rücksicht auf Religion und Kirchengebote trauen und wieder scheiden zu lassen. Zusammen mit einem Rückblick zu geltendem Recht in der Kurpfalz und einem Ausblick auf die diesbezüglichen Verhältnisse im Großherzogtum Hessen sollen auch die Dramen um nicht erteilte Heiratsgenehmigungen, gebrochene Eheversprechen oder Ehebruch, aber auch die Romantik der tatsächlichen Liebesheiraten nicht zu kurz kommen.

Vortrag: Nadine Gerhard, Stadtarchivarin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)

Abbildung: Abschluss des Ehescheidungsantrags der Eheleute Masqui, Frei-Weinheim, 1.3.1802,
© Stadtarchiv Ingelheim, Rep. I/2299

12.9. bis 29.11.2020
Material im Fokus – Glas in der zeitgenössischen Kunst
Kunstausstellung

Die Ingelheimer Glaskünstlerin Professorin Ingrid Conrad-Lindig hat viele Jahre das Institut für künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen geleitet sowie den Lehrstuhl »Glas« innegehabt. Außergewöhnliche Glasobjekte von ihr und von sechs ihrer sehr erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen laden in der Ausstellung dazu ein, in die faszinierende Welt der modernen Glaskunst einzutauchen und die erstaunliche Vielseitigkeit des Materials Glas zu bewundern. Zur Ausstellung bieten wir ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Kurator: Ludwig Rinn, Kunsthistoriker und Sammler, Heuchelheim
Veranstalter: Amt für Kultur der Stadt Ingelheim am Rhein / Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus, François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim am Rhein
Öffnungszeiten: September und Oktober: Dienstag bis Donnerstag, 10 – 17 Uhr sowie Freitag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr / November: Dienstag bis Sonntag, 10 – 16 Uhr
Eintritt: 7 € / 5 €*, Kombikarte mit Museum: 8 € / 6 €* (*ermäßigt in geführten Gruppen)

Ingrid Conrad-Lindig »Rheingold«, Glasobjekt, © Ingrid Conrad-Lindig, Foto: Dr. Thomas Pfeiffer



Donnerstag, 10.12.2020, 12.30 Uhr
Krimis am Mittag
Tatort Ingelheim: »Hab ich es dann gantz allein gethan«
Kurzvortrag

... soll der Ober-Ingelheimer Philipp Jakob Alsenz zu seiner Schwiegermutter gesagt haben, worauf ein markerschütternder Schrei ihrerseits folgte. Wenige Stunden später, am Morgen des 8. Juli 1790, einem ganz normalen, vermutlich sehr schwülen Hochsommer-Donnerstag in Ober-Ingelheim, tätigte Katharina Jakobina Storr um 6 Uhr beim kurpfälzischen Oberschultheiß Riester die Anzeige, dass ihre Schwägerin, Frau Biebesheimer, leblos am Boden ihrer Scheune liege. Sie hätte zuvor einen heftigen Streit mit ihrem Schwiegersohn gehabt, bei dem es neben äußerst lautstarken Beschimpfungen auch zu derben Handgreiflichkeiten gekommen sein soll. Am Abend desselben Tages, nach der Vernehmung mehrerer Zeugen und der Auffindung eines blutverschmierten Hebels aus Weidenholz in der Dungkaut des Tatanwesens, war in der Heimesgasse nichts mehr so, wie es vorher war. Gegen den umgehend arrestierten Alsenz wurde ein Mordprozess eingeleitet und die Überführung ins Mannheimer Landesgefängnis getätigt. Die vorhandenen Gefängnisse im Rinderbacher Tor und im damals schon äußerst baufälligen Büchsenhaus reichten für solch einen Schwerverbrecher aufgrund herrschender Sicherheitsmängel nicht aus. – Dieses und weitere Verbrechen aus Habgier, Eifersucht, Trunkenheit, Neid, Spielsucht, Armut oder einfach nur grenzenloser Gewaltbereitschaft schlummern, allesamt mit dem aktenmäßigen Schwerpunkt im 18. Jahrhundert, in den Magazinen des Ingelheimer Stadtarchivs. Sie werden nun ans Tageslicht geholt, um einen allgemeinen Überblick zur Kriminalität und den Gefängnissen in den Ingelheimer Gemeinden und zur damaligen Strafverfolgung in der Kurpfalz zu geben, zu der unter anderem auch die Turmstrafe und die Festsetzung in der Mehlwaage gehörten.

Vortrag: Nadine Gerhard, Stadtarchivarin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)

Abbildung: Vernehmungsprotokoll im Mordprozess gegen Herrn Alsenz, 1790–1792, © Quelle: Stadtarchiv Ingelheim, Rep. I/2055
Samstag, 13.3.2021, 14 - 17 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Herstellen eines Beutelbuchs
Workshop

Als Beutelbuch (lat. »liber caudatus«) wird ab dem 14. Jahrhundert eine besondere Art von »Taschenbuch« bezeichnet. Es war in einen beutelartigen Lederbezug eingearbeitet und konnte mittels einer Öse am Gürtel befestigt werden. Oft diente es als Lieder- oder Gebetsbuch. Im Workshop stellen wir ein modernes Beutelbuch (15 x 10 cm) mit einem hochwertigen textilen Überzug und 72 Leerseiten für Notizen oder Skizzen her.

Workshop: Ellen Gold, Restauratorin, Ingelheim
Teilnehmer: Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: bis 17 Jahre 12 €, ab 18 Jahre 20 € pro Person zzgl.
8 € Materialkosten
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserfpalz
Anmeldung und Bezahlung erforderlich bis 26.3.2020 im Museum,
Telefon 06132•714701

Foto: Ellen Gold
Samstag, 20.3.2021, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Baden gehen – Die Geschichte der Bademode
Interkulturelle Stadtführung

Im Laufe des 19. Jahrhunderts erfreute sich das Baden im Freien immer größerer Beliebtheit. Frauen stiegen anfangs in weiten, hemdähnlichen Gewändern, die später noch durch lange, unförmige Hosen ergänzt wurden, in die Fluten – natürlich im Schutz hoher Zäune. In der zweiten Jahrhunderthälfte durften die Frauen zum ersten Mal Bein zeigen. Doch so mancher Polizist wachte mit dem Maßband darüber, dass beim Baden nicht zu viel nackte Haut zu sehen war. Bis zur gesellschaftlichen Akzeptanz des »skandalösen« Bikinis sollten ohnehin noch einige Jahrzehnte vergehen.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Kulturwissenschaftlerin, Ingelheim
Anmeldung erforderlich bis 20.3.2020 im Museum / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse

Abbildung: »Rheinbad des Badevereins Frei-Weinheim / Ingelheim um 1910«, © Archiv Peter Weiland, Ingelheim, Foto: Dr. Hermann Bopp
Samstag, 8.5.2021, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Zu Besuch in Ingelheim: Alexander von Humboldt – Weltreisender mit Weitblick
Interkulturelle Stadtführung

Als Student besuchte der 20-jährige Alexander von Humboldt (1769-1859) auf einer sechswöchigen Deutschland-Reise auch Nieder-Ingelheim. Zusammen mit einem Kommilitonen besichtigte er am 14. Oktober 1789 die Ruinen der Kaiserpfalz und kehrte anschließend im Gasthaus »Zur Alten Post« ein. Die Interkulturelle Stadtführung begibt sich auf die Spuren des Weltentdeckers Humboldt, der bereits vor 200 Jahren vor den Folgen des menschlich beeinflussten Klimawandels warnte. Vielleicht hätte er gar die heutige »Fridays for Future«-Bewegung unterstützt?

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Kulturwissenschaftlerin, Ingelheim
Anmeldung erforderlich bis 8.5.2020 im Museum / Begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse