Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Sonntag, 8.9.2019, 10 - 17 Uhr
Tag des offenen Denkmals
im Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus

11 + 12 Uhr
Kinder führen Kinder
Macht und Pracht – Der Kaiser hält das Zepter fest in der Hand

Was ein Kaiser ist, weiß jedes Kind. Doch wie erkennt man ihn auch ohne Krone? Was bedeuten Zepter und Reichsapfel? Das erfahren wir von den aufgeweckten Kinderführern in der Reihe »Kinder führen Kinder«.

Veranstaltungsort: Kunstforum Ingelheim – Altes Rathaus, François-Lachenal-Platz 1, 55218 Ingelheim
Leitung: Dr. Ingeborg Domes, Museum bei der Kaiserpfalz

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit der Forschungsstelle Kaiserpfalz im Rahmen der Sonderausstellung »Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter«.

11 Uhr, 14 – 16 Uhr (jeweils zur vollen Stunde)
Der charismatische Ort. Stationen der reisenden Könige im Mittelalter
Führungen der Forschungsstelle Kaiserpfalz

Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt in die Ausstellung und das Museum sowie alle Angebote zum Tag des offenen Denkmals sind ganztägig kostenfrei.

Abbildung: © Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim, Foto: Verein Freunde der Waldburg e. V., Fotostudio photo-corona / Benjamin May, bearb. von DREYSPRING Werbung und Design
Sonntag, 15.9.2019, 11 Uhr
Öffentliche Führung
Sebastian Münster – Der Mann vom Hundertmarkschein

Heute kennen Sebastian Münster, den Universalgelehrten, Kosmografen und Hebraisten aus Ingelheim, nur noch wenige. Mit Fug und Recht wird er als größter Sohn Ingelheims bezeichnet. Obwohl er seine Heimat schon in jugendlichem Alter verließ, hat er seine Herkunft zeit seines Lebens nie vergessen und Ingelheim in seinen Publikationen verewigt. Das Museum bei der Kaiserpfalz plant schon lange eine eigene Sebastian-Münster-Abteilung in einem Erweiterungsbau. Bis zur Umsetzung dieses Plans bleibt die Studioausstellung aus dem Reformationsjahr 2017 »’Munster gefelt mir wol’ - Sebastian Münster und Martin Luther« in leicht abgeänderter Form als vorläufige Sebastian-Münster-Abteilung bestehen. In ihr werden die Berührungspunkte zwischen Sebastian Münster und Martin Luther aufgezeigt.

Führung: Dr. Klaus Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Kosten: 2 € zzgl. 2 € Eintritt in die Ausstellung
Donnerstag, 19.9.2019, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Ingelheimer TheaterSpiele« – Der Theaterregisseur
Prof. Hanns Niedecken-Gebhard

Kurzvortrag

»Wie Wachs knetete und gestaltete er dieses spröde Menschenmaterial, feilte, dämpfte, sichtete und siebte, holte das Letzte, das Höchste aus den Darstellern heraus, die sich ihm willig unterordneten«. Diese Zeilen schrieb 1928 ein Zeitzeuge über die Arbeit des Theaterregisseurs Niedecken-Gebhard (1889–1954). Gemeint sind hier 43 Ober- und Nieder-Ingelheimer Laiendarsteller und -darstellerinnen: Sie wagten sich unter seiner künstlerischen Leitung, enthusiastisch und mit viel Engagement, an eine in der Fachwelt viel beachtete Ingelheimer Aufführung des in rheinhessischer Mundart geschriebenen Theaterstücks »Schinderhannes«.

Wer war der heute in seiner Heimatstadt Ober-Ingelheim fast vergessene Musikwissenschaftler und Theaterregisseur Niedecken-Gebhard? Der Vortrag geht dieser Frage nach und stellt die künstlerisch bedeutenden Stationen seines widersprüchlichen Lebens sowie zwei seiner Ingelheimer TheaterSpiele zwischen 1921 und 1937 vor.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)

Abbildung: Programminformation zur »Künstlerischen Laienaufführung 'Schinderhannes'« (Ausschnitt), Archiv-Nr. Rep. III/1952 Stadtarchiv Ingelheim am Rhein,
Repro: Helga Louis

Samstag, 21.9.2019, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Artikel 3, Absatz 2 Grundgesetz – Männer und Frauen sind gleichberechtigt
Interkulturelle Stadtführung

Vor 100 Jahren, am 19. Januar 1919, durften deutsche Frauen erstmals wählen gehen. 30 Jahre später sicherte das neue deutsche Grundgesetz Frauen die volle Gleichberechtigung zu. Doch noch immer sind weibliche Führungskräfte oder Politikerinnen, beispielsweise im Ingelheimer Stadtrat, in der Minderheit. Die Interkulturelle Stadtführung nimmt engagierte Kämpferinnen der Ingelheimer Geschichte in den Blick und verknüpft diesen mit der revolutionären Demokratiebewegung am Beispiel der lokalen Casino-Gesellschaft, heute Verein Haus Burggarten. Gemeinsam mit kompetenten Zeitzeuginnen beleuchten wir das große Spektrum weiblicher Lebensentwürfe in Geschichte und Gegenwart und diskutieren auch die Frauenbewegung in außereuropäischen Kulturen.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Kulturwissenschaftlerin, Ingelheim
Anmeldung erforderlich bis 13.9.2019 im Museum, Tel. 06132•714701 / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse
Donnerstag, 17.10.2019, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
»Was ich nicht hab erlernt, das hab ich erwandert!« – Netzwerke der Kunst zur
Zeit Sebastian Münsters

Kurzvortrag

Die Zeit Sebastian Münsters (1488 – 1552) war geprägt von epochalen Umbrüchen, welche das soziokulturelle Klima im
Römisch-Deutschen Reich veränderten.
Auch die Kunst erfährt in dieser Epoche, die sich zwischen Spätgotik und früher Renaissance bewegt, ihre ganz spezifische Ausprägung. In den Werkstätten wichtiger Kultur- und Handelszentren wie Basel, Straßburg, Nürnberg oder Erfurt entstanden Gemälde, Stiche und prächtige Altarretabel. Die Ausbildung bei namhaften Künstlern und anschließende Gesellenreisen beeinflussten Motive und Formensprache der angehenden Meister. Dieser erste Vortrag einer zweiteiligen Reihe bietet einen knappen Überblick über die Rahmenbedingungen, unter denen sich die Veränderungen vollzogen und stellt einige der wichtigsten Vertreter im rheinischen und süddeutschen Raum vor. Der zweite Teil wird sich im Frühjahr 2020 mit der Architektur dieser Epoche beschäftigen.

Vortrag: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)

Abbildung: P. Gross, »Sebastian Münster«, Lithographie nach Christoph Amberger, 1820, © Museum bei der Kaiserpfalz Ingelheim
Samstag, 19.10.2019, 14 - 17 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Pop-up-Karten in Scherenschnitt-Technik
Workshop

Der Scherenschnitt ist so alt wie die Anfänge des Papiers, es gibt ihn in China seit etwa dem Jahr 105. Über Persien haben sich seit dem 17. Jahrhundert unterschiedliche Techniken in Europa verbreitet. In der Goethezeit war die Porträtsilhouette besonders beliebt, verlor aber mit der Erfindung der Fotografie 1839 an Bedeutung. Der Scherenschnitt wurde in den Jahren zwischen 1900 und 1920 neu belebt und gilt heute als filigranes Kunsthandwerk. Wir stellen Pop-up-Karten oder Windlichter in Scherenschnitt-Technik her.

Kursleitung: Nadine Hanssen, Museum bei der Kaiserpfalz
Veranstaltungsort: Altbau der Pestalozzischule, Museumspädagogik,
Mainzer Str. 68, 55218 Ingelheim
Teilnehmer: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Kosten: bis 17 Jahre 12 €, ab 18 Jahre 20 € pro Person inkl. Materialkosten und Museumseintritt
Anmeldung und Zahlung erforderlich bis 9.10.2019 im Museum,
Telefon 06132•714701

Foto: Nadine Hanssen
Sonntag, 3.11.2019, 11 Uhr
Öffentliche Führung
Sebastian Münster – Der Mann vom Hundertmarkschein

Heute kennen Sebastian Münster, den Universalgelehrten, Kosmografen und Hebraisten aus Ingelheim, nur noch wenige. Mit Fug und Recht wird er als größter Sohn Ingelheims bezeichnet. Obwohl er seine Heimat schon in jugendlichem Alter verließ, hat er seine Herkunft zeit seines Lebens nie vergessen und Ingelheim in seinen Publikationen verewigt. Das Museum bei der Kaiserpfalz plant schon lange eine eigene Sebastian-Münster-Abteilung in einem Erweiterungsbau. Bis zur Umsetzung dieses Plans bleibt die Studioausstellung aus dem Reformationsjahr 2017 »’Munster gefelt mir wol’ - Sebastian Münster und Martin Luther« in leicht abgeänderter Form als vorläufige Sebastian-Münster-Abteilung bestehen. In ihr werden die Berührungspunkte zwischen Sebastian Münster und Martin Luther aufgezeigt.

Führung: Dr. Klaus Peter Wörns, Gästeführer, Ingelheim
Dauer: 1 Stunde
Kosten: 2 € zzgl. 2 € Eintritt in die Ausstellung
Samstag, 9.11.2019, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
»Verlorene Heimat« oder »Heimat 2.0«
Interkulturelle Stadtführung

Als vor exakt 30 Jahren, am 9. November 1989, die Berliner Mauer fiel, war der Weg in ein wiedervereinigtes Deutschland frei. Doch viele Ostdeutsche verloren damit, ohne den Wohnort zu verlassen, ihre »Heimat DDR« als Raum der Zugehörigkeit und Identität. In den Jahrzehnten zuvor waren bereits über 3 Millionen Menschen aus dem sozialistischen Überwachungsstaat geflüchtet und hatten einen neuen Lebensmittelpunkt in der Bundesrepublik oder anderen westlichen Ländern gesucht. Am Beispiel »Mauerfall« diskutieren wir mit Zeitzeugen, ob man seine Heimat wechseln, mehrere Heimaten gleichzeitig besitzen oder gar seine Heimat in der globalen Virtualität des Internets finden kann.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, Kulturwissenschaftlerin, Ingelheim
Anmeldung erforderlich bis 31.10.2019 im Museum, Tel. 06132•714701 / begrenzte Teilnehmerzahl
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Eintritt frei, Spenden erbeten für Deutschkurse
Donnerstag, 14.11.2019, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Ochsenkopf und Traubenhenkel – Die Wasserzeichen in den Ingelheimer Haderbüchern
Kurzvortrag

Noch bevor in Deutschland die erste Papiermühle in Betrieb ging, nutzte der Ingelheimer Gerichtsschreiber bereits Papier für die Gerichtsprotokolle. Die europaweit erste Papiermühle war 90 Jahre zuvor in Fabriano (Italien) errichtet worden. In Ergänzung zu der weiterhin laufenden Transkription der noch erhaltenen Haderbücher widmet sich der Vortrag dem Beschreibstoff Papier und vor allem den bei genaueren Untersuchungen darin entdeckten Wasserzeichen.

Vortrag: Renate Fath. M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)

Foto: Renate Fath
Donnerstag, 12.12.2019, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
Emil Reynier aus Nieder-Ingelheim – Eine Künstlerkarriere in der
k. u. k. Monarchie

Kurzvortrag

Den in Nieder-Ingelheim geborenen Maler und Grafiker Emil Reynier
(1836–1928) zog es nach München, Wien und Salzburg. Er stellte zusammen mit den Künstlergrößen seiner Zeit erfolgreich aus. 1874 ging er als Direktor der dortigen kaiserlich-königlich allgemeinen Zeichenschule nach Prag. Später schloss er sich der Osternberger Künstlerkolonie an. Noch im hohen Alter von fast 90 Jahren nahm er als Mitglied an der ersten Ausstellung der Innviertler Künstlergilde teil. Nach seinem Tod geriet Emil Reynier weitgehend in Vergessenheit und fand höchstens noch als Schwiegervater des Jugendstilkünstlers Karl Schmoll von Eisenwerth Erwähnung. Der Vortrag begibt sich auf Spurensuche und beleuchtet ein spannendes Künstlerleben.

Vortrag: Hilke Portwich M. A., Kunsthistorikerin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süße Überraschung)

Abbildung: »Zeitungsgasse in Wien«, Holzstich nach Emil Reynier, 1870, aus der Zeitschrift »Über Land und Meer«, Repro: Hilke Portwich