Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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6.5. bis 10.12.2017
»Munster gefelt mir wol«
Sebastian Münster und Martin Luther
Studioausstellung

Die Veröffentlichung der 95 Thesen durch Martin Luther am 31. Oktober 1517 gilt als Auftakt zur Reformation. Dieses 500 Jahre zurückliegenden Ereignisses wird 2017 in vielen Orten Deutschlands gedacht. Das Museum bei der Kaiserpfalz beteiligt sich an dem Reformationsjubiläum mit einer Studioausstellung, die Berührungspunkte zwischen den Zeitgenossen Münster und Luther aufzeigt. Sebastian Münster, der 1488 in Ingelheim geboren wurde, gab beispielsweise die »Dekalogpredigten« (Zehn Gebote) von Luther in eigener Übersetzung heraus. Mit seiner lateinisch-hebräischen Ausgabe des Alten Testaments zog er die Aufmerksamkeit des Reformators auf sich. Vermutlich war es auch ein Werk von Sebastian Münster, das Martin Luther zu seiner Abhandlung »Von den Juden und ihren Lügen« anregte.

Diese und weitere Aspekte der Zeit werden durch die entsprechenden Originaldrucke und Exponate veranschaulicht. Die Parallelen zwischen den beiden Persönlichkeiten ermöglichen die Sicht auf damals aktuelle Themen und lassen Facetten des frühneuzeitlichen Zeitgeists aufleben.
Sonntag, 19.11.2017, 14 Uhr
Öffentliche Führung durch die Studioausstellung
»Munster gefelt mir wol« – Sebastian Münster und Martin Luther

Die einstündige Führung in der Studioausstellung vermittelt den Teilnehmern einen tieferen Einblick in das Thema der Ausstellung und viel Interessantes zu ausgewählten Exponaten.

Kosten: 2 € zzgl. 2 € Eintritt in die Ausstellung
Samstag, 25.11.2017, 14 - 16 Uhr
Interkulturelle Stadtführung
»Wage dein Leben und verlasse dein Haus!« (Sprichwort aus Afrika)
Interkulturelle Stadtführung

Als der Ornithologe Carlo von Erlanger 1901 von seiner Ostafrika-Expedition zurückkehrte, erregte insbesondere sein abessynischer Diener mit »glänzend schwarzer Hautfarbe« (Ingelheimer Anzeiger 27. August 1901) unter den Ingelheimern Aufmerksamkeit.
Die Interkulturelle Führung blickt hinter die Kulissen der kolonialpropagandistischen Völkerschauen und entzaubert den Mythos vom »edlen Wilden«. Neben den Zeitzeugen kommen auch die Begleiter des Nikolauses, die »swarte Pieten«, zu Wort.

Eine Kooperation des MbdK mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt frei, Anmeldung bis 17.11.2017 im Museum, Telefon 06132•714701

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Sonntag, 3.12.2017, 14 Uhr
Öffentliche Führung
durch die Studioausstellung und in der Saalkirche
»Munster gefelt mir wol« – Sebastian Münster und Martin Luther

Die anderthalbstündige Kombiführung vermittelt den Teilnehmern einen tieferen Einblick in das Thema der Ausstellung und viel Interessantes zu ausgewählten Exponaten. Bei der anschließenden Besichtigung der evangelischen Saalkirche wird die Reformation in Ingelheim thematisiert.

Treffpunkt: Museum bei der Kaiserpfalz
Kosten: 2 € zzgl. 2 € Eintritt in die Ausstellung
Sonntag, 10.12.2017, 10 - 16 Uhr
»Munster gefelt mir wol«
Sebastian Münster und Martin Luther
Studioausstellung

Am letzten Tag der Ausstellung laden wir Sie zu einem kostenfreien Besuch in unser Museum ein.

Abbildung: Porträt Sebastian Münster & Martin Luther
Donnerstag, 14.12.2017, 12.30 Uhr
Kunst am Mittag
Ingelheimer Straßennamen – Matthias-Grünewald-Straße
Kurzvortrag

Die Serie »Ingelheimer Straßennamen« widmet sich im Rahmen des Reformationsjahrs dem Maler und Grafiker Matthias Grünewald. Es gibt nicht viele gesicherte Erkenntnisse über den Künstler. Bekanntheit erlangten vor allem seine eindrucksvollen Bildwerke, darunter der berühmte Isenheimer Altar. Für Auftraggeber wie den Mainzer Erzbischof Albrecht von Brandenburg entstanden die meist religiösen Werke vor dem Hintergrund der aufkeimenden Reformation.

Vortrag: Miriam Maslowski, Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 süßen Überraschung)

»Isenheimer Altar«, Detail aus Bastelbogen, Repro: Miriam Maslowski
Donnerstag, 22.2.2018, 12.30 Uhr
Archäologie am Mittag
Die Villa rustica in Großwinternheim
Kurzvortrag

In römischer Zeit bestand die ländliche Besiedlung des heutigen Rheinhessens vor allem aus Bauernhöfen, den so genannten Villae rusticae. Ein römisches Landgut gab es auch in der Gemarkung Großwinternheim: Anhand von Lesefunden auf der ehemaligen Siedlungsstelle, Luftbildaufnahmen und geoelektrischen Untersuchungen konnten erste Erkenntnisse über den stattlichen Umfang des Hauptgebäudes, den Zeitraum seiner Nutzung und den antiken Wohnkomfort gewonnen werden. Der Vortrag stellt die Ergebnisse anhand von Fotos und einigen ausgewählten Funden zum Anfassen vor.

Vortrag: André Madaus M. A., Ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Denkmalpflege
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

»Wohnraum der rekonstruierten Villa Borg«, Foto: André Madaus
Donnerstag, 22.3.2018, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Die Pest und ihre Auswirkungen in Ingelheim im Jahr 1666
Kurzvortrag

Diese hochansteckende, tödlich verlaufende Infektionskrankheit überrollte ab Mitte des 14. Jahrhunderts immer wieder Mitteleuropa. Im Jahr 1666 erreichte eine der letzten Pestwellen, von London ausgehend über die Niederlande den Rhein heraufziehend, auch Ingelheim. Hier starb an der »pestis« zwischen dem 18. Juni 1666 und Ostern 1667 mehr als die Hälfte der Bevölkerung.
In Ergänzung zur »Geschichte am Mittag« vom November 2017 über die Pest im 16. Jahrhundert steht im Mittelpunkt dieses Vortrags das Schicksal einiger Ingelheimer Familien anhand konkreter Zahlen.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)
Donnerstag, 19.4.2018, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Du solt nit stehlen« – Die Zehn-Gebote-Tafel aus Wittenberg
Kurzvortrag

Im Sebastian-Münster-Ausstellungsraum zeigt das Museum bei der Kaiserpfalz eine Reproduktion der Zehn-Gebote-Tafel aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. Im Jahr 1516, als Luther seine Dekalogpredigten (Zehn Gebote) in der Wittenberger Stadtkirche hielt, vergab der Rat von Wittenberg den Auftrag für dieses Gemälde. Es war für das damalige Rathaus bestimmt, den Ort der weltlichen Rechtsprechung. Die lateinische Schriftform von Luthers Predigten zu den Zehn Geboten wurde von Sebastian Münster 1520 ins Deutsche übersetzt. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Hintergründen der Entstehung und richtet den Fokus auf einige Details des beindruckenden Kunstwerkes.

Vortrag: Renate Fath M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)
Sonntag, 13.5.2018, 11 Uhr
Internationaler Museumstag
Faustkeil, Tummler und Solidus – Von der Steinzeit bis zum Mittelalter
Öffentliche Führung

Im Ingelheimer Museum erfährt der Besucher viel Interessantes über die frühe Geschichte Ingelheims: Welche Menschen trugen im Laufe der Jahrtausende zur Entwicklung unserer heutigen Kultur bei? Was erzählen die Exponate im Museum darüber? In der kurzweiligen Führung werden die Highlights verschiedener Epochen, von der Steinzeit bis zum Mittelalter, von einer Kunsthistorikerin vorgestellt.

Führung: Susanne Krenzer-Mattes M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist ganztägig frei