Museum bei der Kaiserpfalz
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius
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Donnerstag, 22.2.2018, 12.30 Uhr
Archäologie am Mittag
Die Villa rustica in Großwinternheim
Kurzvortrag

In römischer Zeit bestand die ländliche Besiedlung des heutigen Rheinhessens vor allem aus Bauernhöfen, den so genannten Villae rusticae. Ein römisches Landgut gab es auch in der Gemarkung Großwinternheim: Anhand von Lesefunden auf der ehemaligen Siedlungsstelle, Luftbildaufnahmen und geoelektrischen Untersuchungen konnten erste Erkenntnisse über den stattlichen Umfang des Hauptgebäudes, den Zeitraum seiner Nutzung und den antiken Wohnkomfort gewonnen werden. Der Vortrag stellt die Ergebnisse anhand von Fotos und einigen ausgewählten Funden zum Anfassen vor.

Vortrag: André Madaus M. A., Ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Denkmalpflege
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

»Wohnraum der rekonstruierten Villa Borg«, Foto: André Madaus
Samstag, 10.3.2018, 14 - 17 Uhr
Alte Techniken neu entdeckt
Bunte Papiere in Kleistertechniken
Workshop

Das Herstellen von Buntpapieren ist eine alte Buchbindertechnik, bei der maschinell oder mit der Hand Rohpapiere durch Streichen und andere Verfahren »bunt« gemacht werden. Auf diese Art veredelte Papiere finden wir heute noch als Einbände von Insel-Büchern. Die edlen Dekorpapiere eignen sich aber auch als Bezug von Schachteln und in der Raumgestaltung.

Workshop: Ellen Gold, Restauratorin, Ingelheim
Teilnehmer: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren / begrenzte Teilnehmerzahl
Kosten: bis 17 Jahre 16,00 €, ab 18 Jahre 25,00 € pro Person inklusive Materialkosten; besondere Materialien werden extra berechnet
Anmeldung bis 2.3.2018 im Museum, Telefon 06132•714701
Samstag, 17.3.2018, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Mit der Kultur im Gepäck – Unterwegs auf der Seidenstraße
Interkulturelle Stadtführung

Die legendäre Seidenstraße, ein Netz von alten Handelswegen, verband ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. Orient und Okzident, die Mittelmeerregion mit China.
Bei der Interkulturellen Stadtführung berichten Zeitzeugen aus Ländern, die von der alten Seidenstraße durchquert wurden. Mit ihnen zusammen sind wir historisch, musikalisch und kulinarisch auf der Seidenstraße unterwegs.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Eintritt frei, Anmeldung bis 9.3.2018 im Museum, Tel. 06132•714701
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt geben

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Donnerstag, 22.3.2018, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Die Pest und ihre Auswirkungen in Ingelheim im Jahr 1666
Kurzvortrag

Diese hochansteckende, tödlich verlaufende Infektionskrankheit überrollte ab Mitte des 14. Jahrhunderts immer wieder Mitteleuropa. Im Jahr 1666 erreichte eine der letzten Pestwellen, von London ausgehend über die Niederlande den Rhein heraufziehend, auch Ingelheim. Hier starb an der »pestis« zwischen dem 18. Juni 1666 und Ostern 1667 mehr als die Hälfte der Bevölkerung.
In Ergänzung zur »Geschichte am Mittag« vom November 2017 über die Pest im 16. Jahrhundert steht im Mittelpunkt dieses Vortrags das Schicksal einiger Ingelheimer Familien anhand konkreter Zahlen.

Vortrag: Barbara Timm, Dipl.-Museologin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)
Donnerstag, 19.4.2018, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
»Du solt nit stehlen« – Die Zehn-Gebote-Tafel aus Wittenberg
Kurzvortrag

Im Sebastian-Münster-Ausstellungsraum zeigt das Museum bei der Kaiserpfalz eine Reproduktion der Zehn-Gebote-Tafel aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. Im Jahr 1516, als Luther seine Dekalogpredigten (Zehn Gebote) in der Wittenberger Stadtkirche hielt, vergab der Rat von Wittenberg den Auftrag für dieses Gemälde. Es war für das damalige Rathaus bestimmt, den Ort der weltlichen Rechtsprechung. Die lateinische Schriftform von Luthers Predigten zu den Zehn Geboten wurde von Sebastian Münster 1520 ins Deutsche übersetzt. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Hintergründen der Entstehung und richtet den Fokus auf einige Details des beindruckenden Kunstwerkes.

Vortrag: Renate Fath M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)
Sonntag, 29.4.2018, 11 - 14 Uhr
XI. Römertag Rheinhessen
Jupiter und seine himmlische Sippschaft

Die römischen Götter wurden vor 2000 Jahren auch in Ingelheim verehrt. Denn sie boten Hilfe in allen Lebenslagen: bei Gefahren, in der Liebe, sogar bei Reisen und vielem mehr. Die Menschen glaubten, dass die gesamte Natur, der Himmel und die Unterwelt von göttlichen Wesen erfüllt seien. Ihnen zur Ehre stellten sie Götterfiguren auf und errichteten Weihesteine.

Passend zum Thema gibt es im Museum eine Kinderführung aus der Reihe »Kinder führen Kinder« und einen Workshop, in dem Tonvögelchen getöpfert werden.

Leitung: Dr. Inge Domes, Museum bei der Kaiserpfalz
Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt und alle Angebote zum Römertag Rheinhessen sind ganztägig kostenfrei.
Museumsmaskottchen Ingo Merkurius

Sonntag, 13.5.2018, 11 Uhr
Internationaler Museumstag
Faustkeil, Tummler und Solidus – Von der Steinzeit bis zum Mittelalter
Öffentliche Führung

Im Ingelheimer Museum erfährt der Besucher viel Interessantes über die frühe Geschichte Ingelheims: Welche Menschen trugen im Laufe der Jahrtausende zur Entwicklung unserer heutigen Kultur bei? Was erzählen die Exponate im Museum darüber? In der kurzweiligen Führung werden die Highlights verschiedener Epochen, von der Steinzeit bis zum Mittelalter, von einer Kunsthistorikerin vorgestellt.

Führung: Susanne Krenzer-Mattes M. A., Museum bei der Kaiserpfalz
Das Museum ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist ganztägig frei
Donnerstag, 24.5.2018, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Alle Wege führen nach Rom ... oder doch nach Ober-Ingelheim?
Kurzvortrag

Heinrich Heine sagte einmal: »Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris.« Nun ist Ober-Ingelheim nicht ganz so groß wie Paris und als Boulevard lässt sich mit zugedrückten Augen vielleicht die Rinderbachstraße bezeichnen, aber dafür hat der südliche Ortsteil, der in einer Schenkungsurkunde im Jahr 1001 als »in villa Inglinheim superiori« bezeichnet wurde, jede Menge Charme in seinen größtenteils verwinkelten Straßen und Gassen. Doch wie viele gibt es? Welche gibt es nicht mehr? Welche gab es noch nie? All das kann durch Quellen aus dem Ingelheimer Stadtarchiv beantwortet werden.

Vortrag: Nadine Gerhard, Stadtarchivarin, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)
Samstag, 26.5.2018, 14 - 16 Uhr
Straße der Begegnungen
Currywurst, Spätzle und Äppelwoi – Eine kleine Kulturreise durch Deutschland
Interkulturelle Stadtführung

Als präziser Techniker, dicker Wohlstandsdeutscher oder Biertrinker in Lederhosen – so wird »der Deutsche« im Ausland oft wahrgenommen. Dabei wird kaum ein anderes europäisches Land so stark von regionalen Besonderheiten geprägt wie Deutschland. Sind Ostfriesen oder Saarländer, Berliner oder Schwaben in Ingelheim zu Besuch, können sie oft nur erahnen, was sich hinter »Wingertsknorze« und »Woihinkelsche« versteckt.

Eine Kooperation des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Migrations- und IntegrationsBüro der Stadt Ingelheim sowie dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Ingelheim.

Führung: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Eintritt frei, Anmeldung bis 18.5.2018 im Museum, Tel. 06132•714701
Treffpunkt: Wird bei Anmeldung bekannt geben

Foto: Dr. Gabriele Mendelssohn
Dienstag, 5.6.2018, 14 - 16 Uhr
36. Seniorentage im Museum bei der Kaiserpfalz
Warum die merowingische Franziska keine Fibeln trägt
Führung und Workshop

Das wollen wir beim diesjährigen Seniorentag wissen. Begüterte merowingische Frauen schmückten sich gerne aufwändig. Die Trachten wurden mit kostbaren Fibeln gehalten. Nur, warum trägt Franziska keinen Schmuck? Diese Frage ist nicht nur für Damen interessant! Im anschließenden Workshop wird eine Schmuckperle am Lederband hergestellt.

Eine Kooperationsveranstaltung des Museums bei der Kaiserpfalz mit dem Amt für Familien, Bildung und Sport der Stadtverwaltung Ingelheim am Rhein anlässlich der 36. Seniorentage 2018.

Veranstaltungsort: Museum bei der Kaiserpfalz
Teilnehmer: Senioren / begrenzte Teilnehmerzahl
Anmeldung: am 4.5.2018, 14 – 15.30 Uhr im Ratssaal der Stadtverwaltung Ingelheim oder bei Frau Jacobi-Becker, Tel. 06132•782 176
Weitere Informationen in der Broschüre »36. Ingelheimer Seniorentage 2018«

Die Teilnahme an Führung und Workshop ist kostenfrei.
Donnerstag, 21.6.2018, 12.30 Uhr
Geschichte am Mittag
Zwischen Krieg und Kunst – Der Maler Ludwig Göbel (1889-1964)
Kurzvortrag

Der 1889 in Fürth/Odenwald geborene Ludwig Göbel lebte seit 1891 in Nieder-Ingelheim, das er später als seine eigentliche Heimat bezeichnete. Nach seinem Kunststudium in Mainz und München sowie der Teilnahme am Ersten Weltkrieg ging er als freier Künstler nach Frankfurt am Main. 1922 stellte er für die Nieder-Ingelheimer Saalkirchengemeinde das monumentale Wandgemälde »Kriegerehrung« fertig, das heute im Ingelheimer Stadtarchiv aufbewahrt wird. Ab 1930 lebte Göbel abwechselnd in Ingelheim und Höchst, ab 1940 wieder in München. 1950 kehrte er endgültig nach Ingelheim zurück, wo er 1964 starb. Seinen Lebensunterhalt verdiente er vor allem mit der Porträtmalerei, auch von Ingelheimer Persönlichkeiten.

Vortrag: Dr. Nicole Nieraad-Schalke, »Kultur muss knistern!«, Ingelheim
Eintritt: 4 € (inkl. 1 Tasse Kaffee und einer süßen Überraschung)

Abbildung: »Ostseite der Saalkirche«, Ludwig Göbel / Druck aus Mappe »Ingelheim am Rhein« 1957, Museum bei der Kaiserpfalz, Leihgabe Historischer Verein Ingelheim e. V.